In einer Gastkolumne im Wirtschaftsmagazin „The Economist“ attackiert der „Governator“ die Republikaner im Senat und Repräsentantenhaus Foto: Imago Images

Der „Tag der Abrechnung“ naht. Arnold Schwarzenegger hat eine ernsthafte Warnung an die Kongressabgeordnete seiner republikanischen Party und zieht dabei sogar Parallelen zu Österreichern, die einst das Nazi-Regime mitgetragen hatten.

In einer Gastkolumne im Wirtschaftsmagazin „The Economist“ attackiert der „Governator“ die Republikaner im Senat und Repräsentantenhaus, die angekündigt haben, die Zertifizierung von Joe Biden als Präsident zu  wollen sabotieren: „Seid euch darüber bewusst: Unsere Enkelkinder werden eure Namen noch kennen – als Bösewichte,, die gegen das großartige amerikanische Experiment und gegen den Wählerwillen gekämpft haben.“ Für Schwarzenegger ist das Ganze nur eine politische Farce, weil es für ihn keine Frage ist, wer die Wahl zum Präsidenten wirklich gewonnen hat: „Die albernen Spielchen fortzusetzen ist einfach nur dumm, verrückt und bösartig!“

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Schwarzenegger geht dann zurück in seine eigene Vergangenheit, wie er nach dem 2. Weltkrieg in Österreich aufgewachsen war: „Ich war umgeben von gebrochenen Männern, die ihr Schuldgefühl für ihre Teilnahme am bösartigsten Regime aller Zeiten mit Alkohol ertränkt haben. Sie waren Teil eines Systems, das 6 Millionen Juden ermordet, weitere 5 Millionen unschuldige Menschen gefoltert und einen Weltkrieg angezettelt hat, der 75 Millionen Menschen das Leben kostete. Und nicht alle von ihnen waren fanatische Antisemiten oder Nazis. Viele sind einfach mitgelaufen auf dem Weg des immer schlimmer werdenden Bösen, weil es der leichteste Weg war.“

Schwarzenegger ist allerdings überzeugt, dass die Vereinigten Staaten „nie in diese Abgründe des Bösen vordringen werden“. Er endet seine Kolumne mit einem Verweis auf seine berühmteste Rolle: „Ich habe mal einen Terminator-Film mit dem Titel ‚Tag der Abrechnung‘ gedreht. Das war nur Hollywood. Aber der 6. Januar wird zum Tag der Abrechnung für viele Politiker. Ob sie für den Wählerwillen Partei ergreifen oder mit ihrem selbstsüchtigen Präsidenten.“