In Deutschland sind wieder mehr Menschen bei der Arbeit, der Frühlingsaufschwung wirkt. dpa/Julian Stratenschulte

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland sank im Mai um 84.000 auf 2,687 Millionen. Das waren 126.000 weniger als im Mai 2020, in dem die Arbeitslosenzahl wegen Corona explodiert war.

„Im Mai zeigen sich erste Anzeichen für eine umfassende Besserung am Arbeitsmarkt“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele. „Die Folgen der Corona-Krise sind zwar immer noch sehr deutlich sichtbar, werden aber etwas kleiner.“ Sie sei für rund 450.000 Arbeitslose verantwortlich.

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Die Arbeitslosenquote sank im Mai um 0,1 Punkte auf 5,9 Prozent. Auch bei der Zahl der offenen Stellen gibt es Lichtblicke. Im Mai waren 654.000 offene Stellen gemeldet worden, 70.000 mehr als vor einem Jahr. Allerdings liegt die Zahl noch niedriger als im März 2020, dem letzten Monat vor dem ersten Corona-Lockdown.

Die Kurzarbeit gibt  deutlich nach. Zwischen dem 1. und 26. Mai hätten Betriebe nur noch für 96.000 Menschen Kurzarbeit angemeldet, was erfahrungsgemäß teilweise vorsorglich geschieht. Nach den letzten verfügbaren Zahlen wurde im März 2021 für 2,61 Millionen Kurzarbeiter gezahlt. Damit sei die Zahl erstmals seit November, als es zu einem erneuten Corona-Lockdown gekommen war, wieder gesunken.