Maskiert: Ministerpräsident Armin Laschet. Foto: Odd Andersen/AFP

Berlin / Düsseldorf - Die   im Vorfeld der Bund-Länder-Runde am Dienstag bekannt gewordenen Beschluss-Vorschläge zum weitgehend verpflichtenden Homeoffice haben bei der Wirtschaft Kritik  hervorgerufen: Sie seien „bürokratischer Aktionismus“, erklärte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und würden wenig bewirken.

Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, äußerte im Sender Phoenix gleichfalls Bedenken gegen eine Homeoffice-Pflicht, und forderte Bundes- und Länderregierungen auf: „Macht nichts, was wir nicht kontrollieren können.“  

Grundsätzliche Kritik kam von einem Expertengremium, das seit 2020 den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und neuen CDU-Bundesvorsitzenden Armin Laschet berät. Die Politik sollte sich nicht darauf beschränken, nur auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren und Dinge zu verlangen, die kaum umzusetzen sind - oder von allen, nur nicht von der Verwaltung verlangt werden. Ohne langfristige Perspektiven liefen Politiker Gefahr, dass die Bevölkerung nicht mehr als Ganzes von den Maßnahmen überzeugt werden könne. Schon jetzt zeigten sich Extreme - „Corona-Leugner am einen, Lockdown-Fanatiker am anderen Ende.“