Anwohner sollen laut Deutscher Umwelthilfe deutlich höhere Parkgebühren bezahlen. dpa/Marijan Murat

Geht es nach der Deutschen Umwelthilfe, wird Auto fahren – oder besser gesagt das Parken – aber mal so richtig teuer. Der Verein fordert gerade für Anwohner in Städten erheblich höhere Gebühren für die Anwohner-Parkplakette. Schuld an niedrigen Parkgebühren für Anwohner-Pkw seien bislang unter anderem die Bundesländer gewesen. Nur fünf Länder würden ihren Kommunen eine angemessene Gebührenerhebung für Anwohnerparkausweise ermöglichen.

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Während ein Parkausweis für Anwohner in anderen europäischen Städten wie Stockholm bis zu 1.309 Euro pro Jahr koste, verlangten die meisten deutschen Städte nur bis zu 30,70 Euro pro Jahr

Bundesländer und Städte würden somit die Mobilitätswende ausbremsen, erklärte der Bundesgeschäftsführer der Umwelthilfe, Jürgen Resch. Eine Erhöhung der Parkgebühren sei ein wesentlicher Hebel, damit sich Haushalte von Zweit- und Drittwagen trennen und Gelegenheitsfahrer auf Carsharing umsteigen.

360 Euro Parkgebühren im Jahr – für große Autos noch mehr

Die Umwelthilfe fordert eine Anhebung der Gebühren für Anwohnerparkausweise auf mindestens einen Euro pro Tag und höhere Gebühren für sogenannte SUV. Vorbildlich sei die Regelung etwa in Freiburg/Breisgau, die eine durchschnittliche Gebühr in Höhe von 360 Euro pro Jahr vorsehe. Für große SUV und Pick-ups würden 480 Euro pro Jahr fällig. Für einkommensschwache Haushalte und Menschen mit Schwerbehindertenausweis gebe es deutliche Ermäßigungen um 75 Prozent.

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Hintergrund ist den Angaben zufolge die Deckelung der Gebühren für Anwohnerparkausweise in Parkraumbewirtschaftungszonen bis Juni 2020 auf bundeseinheitlich 30,70 Euro pro Jahr. Dieser Preis habe weder den Verwaltungsaufwand noch die Kosten für Herstellung und Wartung von Parkplätzen berücksichtigt.

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