Teelichter statt Heizung – eine Hilfe bei einem tagelangen Stromausfall.
Teelichter statt Heizung – eine Hilfe bei einem tagelangen Stromausfall. imago/Michael Bihlmayer

Tagelanger Stromausfall, keine Heizung, weder Licht noch Internet, nicht mal die Supermarkt-Kassen funktionieren. Was folgt, sind Chaos, Plünderungen, Bürgerkrieg? Die Angst vor dem großen Blackout ist gerade jetzt in der Energiekrise weit verbreitet. Und was hilft gegen die Angst? Konkrete Pläne schmieden!

Als erste Stadt prescht da Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern voran und bereitet sich auf einen möglichen Ausfall von Strom und Wärme vor. Und so sieht der Notfallplan aus:

Greifswald richtet 20 Wärmeinseln ein

Die Kommune plant demnach Wärmeinseln für kurzzeitige Aufenthalte und auch Notunterkünfte in Schulen und Turnhallen würden vorbereitet, teilte Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) mit. Laut Notfallplan, den die Universitätsstadt im Internet veröffentlicht hat, wurden 20 Räume im Stadtgebiet als Wärmeinseln ausgewiesen. Eingerichtet werden sie unter anderem in Schulen, Hörsaalgebäude und Bibliotheksräumen.

Notstromaggregate wurden beschafft, um bei einem Ausfall der regulären Stromversorgung Notunterkünfte in Betrieb halten zu können.

Sollte das Telefonnetz zusammenbrechen, würden Notfall-Meldestellen in der Stadt aktiviert.

Doch auch die Einwohner Greifswalds müssen mithelfen, um in der Notlage gewappnet zu sein. Dazu zählen Vorsorgemaßnahmen, die Bürger schon jetzt treffen können. So werden die Bewohner angehalten, einen Lebensmittelvorrat, ausreichend Wasser, Medikamente und Bargeld für einen Zeitraum von zehn bis 14 Tagen anzulegen.

Die Stadtverwaltung bat die Bevölkerung zudem, selbst vorzusorgen, sofern das möglich sei. So könne jeder Haushalt mit einem Kamin oder Ofen nützlich sein. Jeder, der für seine Familie, Freunde oder Nachbarn Angebote schaffen könne, sei eine Hilfe.

Bürger sollen Notvorräte anlegen

Außerdem hat die Stadtverwaltung Flyer mit Informationen für den Notfall gedruckt. Sie sollen ab November in allen öffentlichen städtischen Einrichtungen ausliegen und im Stadtblatt veröffentlicht werden. „Sie sollten herausgetrennt und aufbewahrt werden“, appellierte die Verwaltung.