Lkw mit dem Logo von Amazon Prime. Millionen Deutsche nutzen den Schnellversand des Internet-Konzerns.
Lkw mit dem Logo von Amazon Prime. Millionen Deutsche nutzen den Schnellversand des Internet-Konzerns. dpa

Die Preisspirale dreht sich unaufhörlich: Fast alle Artikel des täglichen Bedarfs im Supermarkt, Drogerien und Discountern sind teuer geworden, Preise für Heizkosten werden für viele unbezahlbar. Nun zieht das Internet-Versandhaus Amazon, dessen Prime Video-Angebot Millionen Deutsche nutzen, nach. Viele Kunden lassen ihrer Wut in den sozialen Medien freien Lauf.

Der US-Internethändler Amazon erhöht den Preis für sein Prime-Abo auch in Deutschland. Ab dem 15. September steigt der Preis von derzeit 7,99 Euro im Monat auf 8,99 Euro und im Jahr von 69,00 Euro auf 89,90 Euro. Auch in Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien klettert der Preis für das Abo. Anfang des Jahres hatte Amazon bereits die Prime-Gebühr in den USA erhöht.

Frust und Wut über Preiserhöhung bei Amazon Prime in den sozialen Medien

In den sozialen Medien bahnte sich der Frust und die Wut über die Preiserhöhung bei Amazon Prime ihren Weg. Ein User macht darauf aufmerksam, dass Amazon Prime zwar auch in Frankreich die Preise erhöhte, das Angebot aber einschließlich der Erhöhung immer noch 20 Euro günstiger als in Deutschland sein soll.

Amazon begründete den Schritt mit „generellen und wesentlichen“ Kostensteigerungen aufgrund von Inflation. Diese „Kostenänderungen“ beruhten auf „von uns nicht beeinflussbaren äußeren Umständen“. Zudem sei der Service in den vergangenen Jahren ausgebaut worden.

Wie viele Kundinnen und Kunden Amazon insgesamt in Deutschland hat, teilt das Unternehmen nicht mit. Einer Umfrage aus dem Jahre 2019 zufolge gaben 63 Prozent der Befragten an, Mitglied bei Amazon Prime zu sein. Weltweit sind es laut Amazon mehr als 200 Millionen. In den USA habe es mit Erhöhung des Preises keine Kündigungswelle gegeben, sagte ein Sprecher des Unternehmens in Frankreich.

So kommentieren User die Preiserhöhung bei Amazon Prime: Kündigen oder nicht?

Viele überlegen, den Service zu kündigen - und fragen sich, ob man mit der Zeit oder dem Geld nicht etwas Sinnvolleres anfangen könnte.

Andere finden die Aufregung um die Preiserhöhung lächerlich.

Vielfach wird kommentiert, dass der Amazon-Konzern zwar Milliarden-Umsätze macht, sich aber wenig um Mitarbeitende kümmere. So giftet die ZDF Heute-Show:

Für Prime-Kundinnen und Kunden ist der Versand ihrer Bestellungen kostenfrei; zudem erhalten sie mit dem Abo Zugriff auf Video- und Musikstreaming. Der neue Preis werde „frühestens mit Fälligkeit“ der nächsten Zahlung wirksam, teilte Amazon mit.