Der Technikraum des Senders Gleiwitz in Schlesien, von dem aus die SS 1939 einen angeblich polnischen Aufruf zum Aufstand sendete. Archiwum Radiostacji

In den Tagen vor der Anerkennung der ostukrainischen „Volksrepubliken“ griffen russische und separatistische Quellen zu Lügen als  altbekanntem Muster der Kriegsvorbereitung. Da versuchten beispielsweise angeblich ukrainische „Saboteure“, mit Panzerwagen nach Russland zu gelangen.

2003 hatten die Amerikaner zur Lüge gegriffen, um den Irak wegen des Besitzes angeblicher Massenvernichtungswaffen angreifen zu können.

Nazi-Deutschland fingierte 1939 polnische Übergriffe, um den Krieg vom Zaun zu brechen, der zum 2. Weltkrieg werden sollte. Am bekanntesten ist der von SS-Leuten auf den Sender Gleiwitz, über den sie zu einem polnischen Aufstand in Schlesien aufriefen. Die SS ließ eine Leiche zurück, als Beweis polnischer Täterschaft. Einen Tag später griff Deutschland Polen an.

Ähnlich ging Stalin 1939 vor, um einen Grund für den Angriff auf Finnland im sogenannten Winterkrieg zu haben. Die Sowjettruppen beschossen ein sowjetisches Dorf und erklärten, es seien die Finnen gewesen.