Leere Behälter mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer John Locher

Nach Milliardengewinnen nun der Aktien-Schock für die Hersteller der Erfolgs-Impfstoffe, Moderna und Biontech. Die Papiere von Moderna sackten am späten Abend an der US-Technologie-Börse Nasdaq um 15,6 Prozent ab und die des deutschen Unternehmens Biontech um 13,8 Prozent. Die Aktien des Biontech-Partners Pfizer gaben im Leitindex S&P 100 um 3,9 Prozent nach. Was steckt dahinter?

Börsenexperten führen das auf eine Untersuchung der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zurück. Diese prüft, ob aufgetretene seltene Symptome nach der Verabreichung von mRNA-Impfstoffen gegen Covid-19 als Nebenwirkung eingestuft werden sollen. Wie die EMA mitteilte, geht es dabei um allergische Hautreaktionen und Nierenleiden in kleinen Personengruppen.

Weitere extrem seltene Nebenwirkungen bei Impfstoffen

Börsen reagieren empfindlich auf schlechte Nachrichten, die Anleger möglicherweise zum Verkauf von Papieren bewegen könnten. Im vorliegenden Fall ist allerdings nicht klar, welche Auswirkungen die Untersuchungen haben könnten. Zuvor waren bereits andere seltene Nebenwirkungen von mRNA-Wirkstoffen bekannt geworden. So weist das Paul-Ehrlich-Institut auf sehr seltene Fälle von Herzmuskelentzündungen hin, die nach der Impfung vor allem bei jungen Männern aufgetreten waren. Ärzte sind angehalten, auf entsprechende Symptome zu achten.

Auch bei anderen Impfstoffen waren sehr seltene Nebenwirkungen aufgetreten. So haben aufgetretene Hirnthrombosen zu einer Empfehlung geführt, Astrazeneca nicht mehr an Personen unter 60 Jahren zu verabreichen. Inzwischen wird Astrazeneca in Deutschland kaum noch verwendet.