Eine Familie in Kabul beim Mittagessen – die Hälfte der Bevölkerung in Afghanistan leidet Hunger.
Eine Familie in Kabul beim Mittagessen – die Hälfte der Bevölkerung in Afghanistan leidet Hunger. AP/Ebrahim Noroozi

Nach dem Geschenke-Stress und Plätzchen-Backen kehrt bei uns allmählich der weihnachtliche Frieden ein. Ein Frieden, von dem Millionen Menschen auf der Welt nur träumen können. Für sie sind Krieg, Not, Tod und Verzweiflung trauriger Alltag. Nicht nur in der Ukraine wird gekämpft, auch in Afghanistan hat sich das Leben seit der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban drastisch verschlimmert.

Im August 2021 waren die alliierten Streitkräfte unter Führung der USA abgezogen, seitdem liefern sich die Taliban erbitterte Kämpfe mit der Terrormiliz „Islamischer Staat“ um die Vorherrschaft im Land, Frauen werden massiv unterdrückt, es gibt Hinrichtungen und öffentliche Auspeitschungen.

Lesen Sie auch: Mal ganz anders! Ex-Puhdy Dieter „Maschine“ Birr: So rocke ich dieses Jahr Weihnachten >>

Wirtschaftlich steuert Afghanistan immer tiefer in die Krise, und es gibt nur wenige Helfer, die die Aufmerksamkeit auf die katastrophale Lage am Hindukusch lenken. So wie Bundesliga-Profi Nadiem Amiri von Bayer 04 Leverkusen. Der fünfmalige deutsche Nationalspieler hilft notleidenden Menschen in seiner zweiten Heimat Afghanistan und er ermöglicht mit seiner Spende die Versorgung von 300 Familien mit Nothilfepaketen durch die Hilfsorganisation World Vision.

Nationalspieler Nadiem Amiri hilft mit, Familien in Afghanistan mit dem Nötigsten zu versorgen.
Nationalspieler Nadiem Amiri hilft mit, Familien in Afghanistan mit dem Nötigsten zu versorgen. imago/Gabriel Boia

„Als Menschen, die in Deutschland aufgewachsen sind, und erst recht als Fußballprofis, genießen wir riesige Privilegien“, sagte der 26-jährige Amiri. Er wolle daher weniger Privilegierten helfen und ihnen eine Freude bereiten. Auch animiere er andere, nicht nur seine Profikollegen, es ihm gleichzutun: „Jeder kann seinen Beitrag leisten.“

Lesen Sie auch: Schöne Bescherung! Das Weihnachts-Geschenk gefällt nicht – sollte ich ehrlich sein? Und welche Rechte habe ich beim Umtausch? >>

In Afghanistan ist aktuell jeder dritte Einwohner auf humanitäre Hilfe angewiesen. Amiri berichtete, es tue ihm „im Herzen weh zu sehen, wie die Menschen leiden“. Er selbst wisse nicht, was Hunger oder Angst sei, sagte Amiri in einem Video zu seiner Aktion bei Instagram, „und das sollte auch kein Mensch auf dieser Welt fühlen“. In der Heimat seiner Eltern, die in den 1980er-Jahren nach Deutschland flohen, sei dies aber so.

Wer wie Amiri den notleidenden Menschen am Hindukusch helfen will, kann dies mit dem „Care-Paket Afghanistan“ tun. Es ist zum Preis von 50 Euro zu erwerben (www.worldvision.de/NadiemAmiri) und geht direkt an die Bedürftigen. Es enthält Decken und Hygieneprodukte und hilft, die Lage der Betroffenen deutlich zu verbessern. „Was hierzulande nicht der Rede wert ist, hilft in Afghanistan ganzen Familien durch den Winter“, sagt Amiri.