Die Spritpreise sind viel zu hoch. Sagt der ADAC. dpa/Matthias Bein

Deutschlands größter Autoclub hat den Mineralölkonzernen eine klare Ansage gemacht. Benzin ist aktuell zu teuer. Viel zu teuer. Experten gehen davon aus, dass damit die Senkung der Energiesteuer vorbereitet wird. Oder klarer ausgedrückt: Die Öl-Multis zocken uns ab. Jetzt – und später ab Juni.

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Die Preise an den Tankstellen sind laut dem ADAC weiterhin deutlich zu hoch. Zwar ging der Dieselpreis im Vergleich zur Vorwoche um 3,4 Cent leicht auf durchschnittlich 1,994 Euro pro Liter zurück, wie der ADAC erklärte. Der Benzinpreis blieb mit 2,09 Euro aber unverändert hoch. Der ADAC sieht „weiterhin erhebliches Potenzial für deutliche Preissenkungen an den Zapfsäulen“.

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Fieser Trick der Öl-Multis?

Grund dafür sei die aktuell starke Notierung des Euro im Vergleich zum Dollar - der Einkauf von Rohölprodukten an den internationalen Märkten wird somit günstiger. Der Preis für ein Barrel der Rohölsorte Brent lag auf einem ähnlichen Niveau wie in der Vorwoche. Die zunehmende Preisdifferenz zwischen Diesel und Benzin zeuge von einer „gewissen Normalisierung“, erklärte der ADAC weiter. Der aktuelle Energiesteuersatz für Diesel liegt etwa 21 Cent unter dem für Benzin.

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Hintergrund könnte ein fieser Trick der Öl-Multis sein. Experten vermuten, dass die Mineralölkonzerne die Preise noch im Mai  anheben, damit sie auch nach der Senkung der Spritsteuer am 1. Juni richtig Kasse machen. Der Chef des Tankstellenverbands TIV  Peter Hengstermann spricht ganz offen davon, dass die Konzerne „die Preise künstlich nach oben treiben, um den Tank-Rabatt wegzuschlucken“.

Die Spritpreis-Zusammensetzung dpa

Unzulässige Preisabsprachen?

Ab Juni wird die Steuer auf Benzin für drei Monate erheblich gesenkt. 30 bis 35 Cent wird Benzin dadurch günstiger. Bei Diesel sind es immerhin 17 Cent pro Liter. Auch der ADAC nennt es „eine Tatsache“, dass die Spritpreise im Vorfeld des Tankrabatts unverhältnismäßig angehoben würden.

Inzwischen wurde bereits das Kartellamt alarmiert. Hinter den Kulissen wird wegen unzulässiger Preisabsprachen ermittelt.

Dass die Öl-Multis auch aus der aktuellen Krise erheblich Kapital schlagen, ist inzwischen öffentlich. Seit Beginn der russischen Angriffskrieges in der Ukraine wurde offensichtlich mächtig abkassiert. Laut übereinstimmenden Medienberichten haben die großen Mineralölkonzerne ihre Gewinne zwischen Januar und März im Durchschnitt verdoppelt.