Beliebtes Ziel für Griechenland-Urlauber: die Kykladeninsel Santorin. imago/ANE Edition

Erst traf es Portugal, Spanien und Zypern, ab Sonntag gelten auch Griechenland und die Niederlande wegen stark steigender Infektionszahlen als Corona-Risikogebiete. Auch Teile Dänemarks werden dann von der Bundesregierung als Risikogebiete eingestuft, wie das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt gab.

Corona-Testpflicht bei Einreise auf dem Landweg

Das bedeutet, dass das Auswärtige Amt von touristischen Reisen in diese Länder und Regionen abrät. Für die Niederlande und die dänische Hauptstadtregion um Kopenhagen sowie die Färöer-Inseln ergeben sich daraus auch praktische Folgen: Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland einreist und nicht geimpft oder genesen ist, muss wieder einen Corona-Test machen.

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Mit Griechenland und den Niederlanden werden zwei weitere beliebte Urlaubsländer der Deutschen auf die Risikoliste gesetzt. Portugal und Zypern sind wegen besonders hoher Infektionszahlen sogar schon als Hochinzidenzgebiete eingestuft, was eine Quarantänepflicht von 5 bis 10 Tagen für Einreisende bedeutet, die nicht geimpft oder genesen sind.

Spanien bleibt Hochstufung erspart

Dieses Schicksal bleibt Spanien noch erspart, obwohl die 7-Tage-Inzidenz dort inzwischen auf 282 gestiegen ist. Für Hochinzidenzgebiete gilt eigentlich ein Grenzwert von 200, es spielen allerdings auch andere Faktoren noch eine Rolle. Es hatte Spekulationen gegeben, dass Spanien schon in dieser Woche zum Hochinzidenzgebiet hochgestuft werden könnte.

Einstufung in Risikogebiet entfällt ab 1. August

Die neuen Einstufungen haben möglicherweise aber nur eine kurze Wirkung. Die Bundesregierung arbeitet an einer neuen Einreiseverordnung ab dem 1. August, mit der die einfachen Risikogebiete möglicherweise ganz wegfallen – und damit auch die damit verbundenen Regeln. Derzeit sind 82 Länder in diese Kategorie eingestuft. Hinzu kommen 29 Hochinzidenz- und 11 Virusvariantengebiete.