Greta Thunberg mit Maske und Luisa Neubauer sitzen im Kanzleramt Angela Merkel gegenüber. Foto: Steffen Kugler/Bundesregierung/dpa

 Rund 20 Unterstützer begrüßten die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg (17) und drei Mitstreiterinnen vor dem Kanzleramt, forderten mit Schildern ein entschiedenes Handeln gegen den Klimawandel. Anschließend sprachen Thunberg, die Deutsche Luisa Neubauer und die Belgierinnen Anuna de Wever van der Heyden und Adélaïde Charlier gut anderthalb Stunden mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Thunberg verlangte nach dem Treffen mehr Mut und Weitsicht von Politikern und Führungsfiguren. „Wir wollen, dass Menschen aktiv werden, es wagen, ihre Komfortzonen zu verlassen, die Zukunft wichtiger zu nehmen als die Gegenwart. Wir wollen, dass Anführer aktiv werden und die Klimakrise wie eine Krise behandeln.“ Merkel habe die Chance, eine solche Anführerin zu werden.

Besprochen wurden die Rolle Deutschlands während der EU-Ratspräsidentschaft, der Ausstieg aus der Kohle-Verstromung und die angestrebte Klimaneutralität bis 2050. Regierungssprecher Steffen Seibert teilte  mit, Merkel habe die Bekämpfung der Erderwärmung als globale Herausforderung bezeichnet. Man sei sich einig gewesen, dass den Industriestaaten bei der Bewältigung dieser Aufgabe eine besondere Verantwortung zukomme.