Staatliche Zuschüsse für die Beschäftigung von Haushaltshilfen sollen Familien mit Kindern entlasten. dpa

Familien, Alleinerziehende und pflegende Angehörige sollen 40 Prozent der Ausgaben vom  Staat bekommen, wenn  sie eine Haushaltshilfe beschäftigen. „Wir rechnen mit einem Aufwand von 400 Millionen Euro im Jahr in der Anfangsstufe“, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). In den kommenden Jahren solle das im Koalitionsvertrag dargelegte System Schritt für Schritt ausgebaut und für andere Haushalte geöffnet werden.

Heil sagte, Haushaltshilfen sollten aus der Schwarzarbeit geholt, mehr reguläre Beschäftigung entstehen.   Von dem Programm für Alltagshelfer seien zudem Mehreinnahmen über Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zu erwarten.

Die geplanten Zuschüsse sollen laut Heil Menschen mit normalen Einkünften den Alltag leichter machen können. Sie sollen sich damit legal Beschäftigte als Haushaltshilfen leisten können. „Mir schwebt eine technische Löung beispielsweise in Form einer App vor, über die unbürokratisch bei einem Dienstleister eine sozialversicherungspflichtig beschäftigte Haushalthilfe gebucht werden kann.“

Zulagen und Steuer-Förderung sollen verrechnet werden

Laut Koalitionsvertrag sollen die Zulagen und die bestehende steuerliche Förderung für Haushaltshilfen verrechnet werden. „Wir werden dieses System einführen und zunächst für Familien mit Kindern, für Alleinerziehende und für Menschen öffnen, die pflegebedürftige Angehörige haben.“ Der DGB hatte ein ähnliches Modell vorgeschlagen.

Heute lassen Millionen Haushalte in Deutschland ihre Wohnungen und Häuser durch irregulär Beschäftigte putzen. Laut einer OECD-Studie von 2021 sind schätzungsweise rund 75 Prozent der Arbeit in dem Bereich nicht angemeldet.  

Das Institut der deutschen Wirtschaft war in einer Veröffentlichung davon ausgegangen, dass rund 3,3 Millionen Haushalte in Deutschland gelegentlich oder regelmäßig eine Hilfe beschäftigen, davon rund 2,9 Millionen Haushalte „schwarz“.