Bei Corona-Tests wird immer häufiger die Omikron-Variante festgestellt. AFP/Stephane de Sakutin

Noch versuchen Politiker, die Wucht der drohenden Omikron-Welle zu lindern. Doch was Experten im schlimmsten Fall auf uns zurollen sehen, ist wahrlich beängstigend: Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Deutschland könnte laut Berechnungen der Fachleute wegen der Omikron-Variante im März bis auf etwa 160.000 bis 240.000 ansteigen.

8000 Intensivpatienten wegen Omikron

Das berichtete der „Spiegel“ am Donnerstag vorab unter Berufung auf Modellrechnungen von Wissenschaftlern, die demnach auch dem Expertenrats der Bundesregierung als Grundlage dienten.

Den Ergebnissen der Forscher zufolge müsste in diesem Szenario theoretisch mit 8000 Patienten gerechnet werden, die mit einer Corona-Infektion parallel auf einer Intensivstation lägen. Derzeit sind es etwa 4400, also etwa halb so viele. Dem Bericht zufolge handelt es sich dabei aber um das schlechteste Szenario. Sollte sich die Omikron-Welle als „relativ mild“ herausstellen, „würden die Krankenhäuser gerade so klarkommen“, schrieb das Magazin.

Erster Omikron-Toter in Deutschland

Innerhalb eines Tages ist die Zahl der sicher nachgewiesenen und wahrscheinlichen Omikron-Fälle in Deutschland laut Robert Koch-Institut (RKI) um ein Viertel gestiegen. 3198 Fälle würden der neuen Corona-Variante zugeordnet, hieß es am Donnerstag auf einer neuen RKI-Übersichtsseite (Datenstand 22. Dezember). Das seien 810 mehr als am Vortag.

Die Angaben beziehen sich laut RKI auf Nachweise mittels vollständiger Erbgutanalysen sowie auf labordiagnostischen Verdacht durch variantenspezifische PCR-Tests. In Deutschland wird nur ein kleiner Teil der positiven Probe auf Varianten hin untersucht.

Für einen Menschen aus der Altersgruppe 60 bis 79 Jahre war angegeben, dass er gestorben ist. Von 48 Fällen gab es die Information, dass sie ins Krankenhaus aufgenommen wurden. Bei 54 lagen Angaben vor, dass es sich um Reinfektion handelt – also eine Ansteckung trotz früherer Corona-Infektion.