Die Preise für Mietwagen in Spanien kletterten um durchschnittlich 155 Prozent. imago/Eibner

Die Gas- und Lebensmittelpreise wie auch die Spritkosten sind in den vergangenen Monaten schon drastisch gestiegen. Doch diese Preiserhöhungen sind geradezu mickrig im Vergleich mit den Aufschlägen für Mietwagen!

In Europas Urlaubsländern verlangten Autoverleiher für Anmietungen über Ostern teilweise mehr als doppelt so viel wie Ostern 2019, dem letzten Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie, berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel.

Mietauto in Spanien kostet 61 Euro statt früher 24 Euro pro Tag

Am stärksten war der Aufschlag demnach in Kroatien mit plus 180 Prozent. In Spanien stiegen die Preise um durchschnittlich 155 Prozent, ergab laut Bericht eine Auswertung des Vergleichsportals billiger-mietwagen.de. Statt früher rund 24 Euro pro Tag ist ein Wagen in Spanien jetzt nur noch für durchschnittlich mehr als 61 Euro zu haben.

In Portugal sind fürs Urlaubsauto 158 Prozent mehr fällig, am geringsten ist der Aufschlag in Island mit einem Plus von 35 Prozent. Verglichen mit Ostern 2021, als der Tourismus vielerorts wegen der Pandemie zum Erliegen kam, seien die prozentualen Preisaufschläge teilweise noch größer.

Hauptursachen seien die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie Probleme mit Lieferketten in der Automobilindustrie. Zu Pandemiebeginn hätten die Verleiher massenhaft Fahrzeuge verkauft, die sie nicht mehr vermieten konnten. Jetzt steige die Nachfrage wieder deutlich an, doch die Anbieter bekämen nicht genügend neue Autos, weil es den Herstellern an Halbleitern und anderen Bauteilen mangele, so Spiegel.

Und mit der Osterzeit ist der preisliche Höhepunkt wahrscheinlich noch nicht erreicht. Denn auf absehbare Zeit dürfte sich an dieser Lage nichts ändern, sodass Urlauber auch über die Sommerferien hinaus mit saftigen Preisen für den Mietwagen rechnen müssen. Deshalb sollten Touristen frühzeitig auf mögliche Nachlässe achten!