Wer viel hat, bekam noch mehr. (Symbolbild) dpa/Patrick Pleul

In Zeiten, in denen die Inflation steigt, viele auf jeden Euro achten müssen, konnten sich dennoch die äußerst Wohlhabenden über wachsende Vermögen freuen.

Konjunkturerholung, Immobilienboom und gestiegene Börsenkurse – die bisher Reichen wurden noch reicher, häuften mehr Vermögen an. Oder anders ausgedrückt: „Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen.“ Und so ist der Klub der Dollar-Millionäre im zweiten Corona-Jahr weltweit kräftig gewachsen.

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Das Beratungsunternehmen Capgemini hat ermittelt, dass die Zahl der Menschen, die über ein anlagefähiges Vermögen von mindestens einer Million Dollar verfügen, im vergangenen Jahr um 7,8 Prozent auf 22,5 Millionen gestiegen ist. Ihr Vermögen wuchs 2021 gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent auf den Rekordwert von 86 Billionen Dollar (rund 82 Billionen Euro).

1,63 Millionen Dollar-Millionäre in Deutschland

Auch in Deutschland wurden die Reichen im vergangenen Jahr reicher. Der Klub der Dollar-Millionäre wuchs den Angaben zufolge um knapp 100.000 Personen oder 6,4 Prozent auf 1,63 Millionen Mitglieder. Ihr Gesamtvermögen stieg um 7,4 Prozent auf rund 6,3 Billionen Dollar.

Deutschland zählt damit weiterhin zu den Ländern mit den meisten Dollar-Millionären. An der Spitze stehen die USA (7,46 Millionen), gefolgt von Japan (3,65 Millionen). China folgt hinter Deutschland auf Rang vier mit 1,54 Millionen vermögenden Privatleuten.

Zuletzt veröffentlichte Studien zu dem Thema kommen teilweise zu einem ähnlichen Ergebnis, auch wenn die Zahlen wegen Unterschieden in der Methodik nicht identisch sind. Capgemini berücksichtigt bei dem jährlich erstellten „World Wealth Report“ Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, alternative Investments wie privates Beteiligungskapital, Bargeld sowie Immobilien, sofern sie nicht selbst genutzt werden. Sammlungen oder Gebrauchsgüter zählen nicht dazu.