Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stehen im Ruhestand üppige Monatsbezüge zu. dpa/Wolfgang Kumm

Nur noch wenige Wochen wird Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an der Spitze der Regierung stehen. Bleibt sie bis zum 17. Dezember 2021 noch im Amt, könnte sie nach rund 16 Jahren den bisherigen Rekord-Kanzler Helmut Kohl sogar noch überholen als Regierungschefin mit der längsten Amtszeit.

Doch was bleibt Angela Merkel danach eigentlich an „Rente“, um den Lebensabend zu genießen? Nach einer Berechnung des Bundes der Steuerzahler bleiben ihr nach dem Ausscheiden monatliche Altersbezüge von rund 15.000 Euro erhalten. Diese Versorgungsansprüche ergäben sich aus ihrer langjährigen Mitgliedschaft im Bundestag sowie aus ihrer Zeit als Bundesministerin und Kanzlerin, teilte die Organisation am Freitag auf Anfrage mit. Zuvor hatte das Onlineportal The Pioneer über diese Berechnung berichtet.

Merkel steht nach 31 Jahren im Parlament Höchstbetrag zu

Die Versorgungsansprüche sind gesetzlich geregelt. Für ihre Mitgliedschaft im Bundestag stehen sie im Abgeordnetengesetz, für ihre Zugehörigkeit zur Bundesregierung im Bundesministergesetz. Nach Paragraf 20 des Abgeordnetengesetzes stünde Merkel beispielsweise für ihre rund 31 Jahre im Parlament der Höchstbetrag von 65 Prozent der Abgeordnetenentschädigung zu. Allerdings werden die verschiedenen Versorgungsansprüche miteinander verrechnet.

Wie alle Altkanzler und ehemalige Bundespräsidenten wird Merkel zudem Anspruch auf ein Büro haben. Außerdem werden ihr ein Büroleiter oder eine Büroleiterin, zwei Referenten, eine Schreibkraft und ein Fahrer finanziert.