Dmitri Kisseljow, auch als Putin-Sprachrohr bekannt, drohte dem Westen mit einer radioaktiven Flutwelle von 500 Metern Höhe. Screenshot

Seit mehr als zwei Monaten führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Zwei Monate, in denen die russische Armee nicht ansatzweise so vorankommt, wie Machthaber Wladimir Putin sich das vorgestellt hat. Zwei Monate, in denen Russland immer mehr den Druck vom Westen zu spüren bekommt. Und der Ton des Kremls wird immer rauer. Jetzt droht Putins Sprachrohr Großbritannien mit tödlichem Atom-Tsunami.

Moderator Dmitri Kisseljow sagte in seiner Sonntagabendshow im russischen Staatsfernsehen: „Die Explosion dieses thermonuklearischen Gefechtskopfes an der britischen Küste wird eine riesige, bis zu 500 Meter hohe Tsunamiwelle auslösen“. Sie würde „Großbritannien in die Tiefen des Ozeans stürzen“. Außerdem bringe eine solche Explosion extreme Strahlendosen mit sich.

Androhung eines nuklearen Torpedos soll Westen einschüchtern

Die nuklear angetriebene Unterwasserdrohne „Poseidon“ habe „eine Kapazität für einen Sprengkopf von bis zu 100 Megatonnen“, behauptete Kisseljow, was „eine riesige Welle, einen Tsunami auslösen würde – genug, um den Scafell Pike, den höchsten Punkt Englands, auf halber Höhe zu erreichen“. Zum Vergleich: 100 Megatonnen bedeuten mehr als das 1000-Fache der Stärke der über Hiroshima abgeworfenen Atombombe.

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Dieses russische Foto von 2018 soll die nuklear angetriebene Unterwasserdrohne „Poseidon“ auf einer Testfahrt zeigen: Das unbemannte Fahrzeug soll Tausende Kilometer autonom zurücklegen können. IMAGO/ITAR-TASS

Während im Hintergrund eine animierte Grafik läuft, die zeigt, wie Großbritannien durch die Mega-Welle von der Weltkarte verschwindet, erklärt Dmitri Kisseljow weiter: „Diese Flutwelle ist auch ein Träger extrem hoher Strahlungsdosen. Wenn sie über Großbritannien hereinbricht, wird sie alles, was davon übrig ist, in eine radioaktive Wüste verwandeln, unbrauchbar für alles.“

Die Androhung eines nuklearen Torpedos ist möglicherweise eine Reaktion Russlands auf eine Rede der britischen Außenministerin Liz Truss. Sie hatte in der vergangenen Woche erklärt, in der Ukraine „noch weiter und schneller“ vorangehen zu wollen. „Wir werden weiter und schneller vorrangehen, um Russland aus der Ukraine zurückzutreiben“, hatte sie gesagt.

Die russische Propaganda zielt mit einer Einschüchterung wie dieser darauf ab, Angst zu schüren und den Westen so zu schwächen.