Gisela Liebsch und Gerd Mörl stehen in ihrem weihnachtlich geschmückten Garten. Wohin der Blick auch fällt – überall stehen, liegen, klettern und sitzen Weihnachts- sowie Schneemänner in allen Größen und Materialien.  Foto: Patrick Pleul/dpa

Wer sich in Corona-Zeiten ohne Weihnachtsmarkt und fehlender Feier mit Kollegen trotzdem in eine vorweihnachtliche Stimmung bringen will, der ist im Spreewaldort Straupitz (Dahme-Spreewald) gut aufgehoben. Der Weihnachts-Garten von Gisela Liebsch und Gerd Mörl dort ist über die vergangenen 22 Jahre eine regionale Attraktion geworden. 300 Weihnachts- und Schneemänner unterschiedlicher Größen und Materialien bevölkern den 1800 Quadratmeter großen Garten der beiden Weihnachts-Fans. In diesem Jahr sei auch wegen Corona noch mehr Zeit gewesen, den Garten auszuschmücken, sagte Gisela Liebsch der Deutschen Presse-Agentur. Pünktlich zum ersten Advent ist ihr „Weihnachtsgarten“ fertig geworden und das Anwesen in warmes gelbes Licht getaucht. LEDs werden nicht verwendet, die seien zu grell, betonte Liebsch.

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So wird der schmiedeeiserne Zaun des Grundstücks komplett beleuchtet sein. Kerzen und Girlanden mit Tannengrün sind drappiert. 25 Hänger Blautannen habe ihr Mann zum Schmücken geholt, berichtete die 73-Jährige. Der Carport wird mit Figuren wie kleinen Engeln und Weihnachtskränzen ausstaffiert. Hingucker sind mehrere lebensgroße Weihnachtsmänner. Kugeln, Tannenzapfen und Sterne lockern die Figurensammlung auf. Mittlerweile würden die Enkel und ihre Freundinnen mithelfen, den über das Jahr eingelagerten Weihnachtsschmuck zu holen, erzählte Liebsch.

Ein Weihnachtsgarten im Spreewald gibt festliche Stimmung. 
Foto: Patrick Pleul/dpa

Pünktlich um 15.30 Uhr wird der weihnachtliche Garten seit vergangenen Sonntag wieder täglich in warmes Licht getaucht, um 19.30 Uhr geht es aus. Über die Adventsfeiertage werde der Garten bis 20 Uhr beleuchtet sein, versprach Liebsch, die mit ihrem Mann den Aufwand ursprünglich vor allem für die fünf Enkel und die zwei Urenkel betreiben wollte. Sobald das Licht angehe, seien aber in den vergangenen Jahren viele Besucher gekommen, um den Garten zu sehen, berichtete sie. Sie sei gespannt, wie es dieses Jahr sein werde. Liebsch und Mörl haben ihr Hoftor geöffnet und freuen sich, wenn sich auch andere dadurch in Weihnachtsstimmung bringen. Gerade in dieser Zeit ohne Weihnachtsmärkte sei ihr „Weihnachtsgarten“ ein schöner Ersatz, so ihre Einschätzung. Bis Mitte Januar ist das Ensemble zu bewundern. Die Schneemänner stehen bis zum Ende des Winters.