Eine Unwetterzelle mit Starkregen ist am Nachthimmel zu sehen.  Kohls/SDMG/dpa

„Eine echte Schwergewitterlage“, prognostiziert Wetter-Experte Dominik Jung. Denn dass, was sich am Sonnabend und Sonntag in Teilen Brandenburgs und Rand-Berlin abgespielt hat, war wettertechnisch erst der Anfang. Jetzt kracht es richtig, prophezeit der Fachmann und verrät: Monster-Tornados sind möglich! Ist das das Ende der Mega-Hitze?

Lesen Sie auch: Weiter schwitzen oder endlich entspannen? Lesen Sie HIER die neuesten Prognosen zur Hitzewelle! >>

Starkregen, Sturzfluten, großer Hagel, dazu Sturmböen, Blitze und Donner. In der Nacht zu Sonntag führte das zu vielen Einsätzen der Feuerwehr in Teilen Nordrhein-Westfalens. In Köln gab es nach Angaben eines Feuerwehrsprechers 244 witterungsbedingte Einsätze, als gegen 1.00 Uhr die Unwetterfront über die Stadt zog. Schlagartig erhöhte sich die Zahl der Notrufe.

Wetter in Berlin und Brandenburg: Heftige Unwetter-Serie kann tagelang anhalten

Es trifft zwar nicht jeden, aber wo die Gewitter abladen, geht es ordentlich zur Sache. „Heute kommen im Westen rasch dichte Quellwolken auf, die Schauer und kräftige Gewitter abladen. Im Verlauf ziehen sie weiter landeinwärts, dabei nimmt die Unwettergefahr extrem zu. Heftige Regenfälle können zu Überflutungen führen. Des Weiteren drohen Sturmböen, teils auch Orkanböen sowie große Hagelkörner“, erklärt Meteorologin Julia Eckert am Sonntag auf wetter.net. „Diese Unwetterserie kann ein paar Tage anhalten, zumindest bis Dienstag“, verrät Kollege Dominik Jung. Insgesamt ziehe die Front in Richtung Osten.

Lesen Sie auch: Wetter-Experte warnt am Dienstag: Es droht ein Kälte-Ei zum Siebenschläfertag! Wird der Sommer nun so richtig kalt und ungemütlich? >>

Schweres Gewitter wie zuletzt über dem Ruhrgebiet kommen auch auf den Osten zu. imago images/Gottfried Czepluch

Das führt zu ordentlich schwülem Wetter, was vielen Menschen zu schaffen macht. Vor allem der Osten leidet jetzt schon unter den drückenden Temperaturen. 35 bis 37 Grad wurden in Berlin und Brandenburg am Sonnabend gemessen. Eine ungewöhnliche Hitze für die Jahreszeit. Auch am Sonntag schlägt die Hitze noch mal richtig zu. Wenn auch nicht mehr ganz so heftig. Und das Ende der Mega-Hitze dank des Unwetters in Sicht?

Lesen Sie auch: Hinterm Steuer bei Schwitze-Hitze: Darf man mit Flip-Flops Auto fahren? >>

Wetter in Berlin und Brandenburg: Unwetter kühlen Luft im Osten nur bedingt ab

Wer denkt, ein Gewitter sorgt immer auch für Abkühlung, der täuscht. Es können die heftigsten Gewitter kommen und sich dennoch nichts abkühlen. Denn: Für eine Abkühlung braucht es kein Gewitter, sondern einen Luftmassenwechsel.

Die Gewitterlage jedenfalls bleibt laut der Experten brisant: „Wir haben auf der einen Seite die heißen Luftmassen, auf der anderen Seite strömen die kalten Luftmassen dagegen“, erklärt Dominik Jung. Insgesamt sei der Juni auch wettertechnisch auf Rekord-Kurs. Mit einer bisherigen Durchschnittstemperatur von 18,9 Grad ist er im Mittel um 4,2 Grad zu warm. 

Lesen Sie auch: Cool bleiben! Neun Tipps gegen die Hitze – darauf sollten Sie bei 30 Grad und mehr achten >>

Am Montag soll es in Berlin mit um die 30 Grad noch einmal bullig warm werden, Dienstag wird es zwei Grad kälter, ab Mittwoch können wir uns dann kurz erholen vom Hitzehoch. Bei 15 bis 24 Grad bringen Wolken teils länger anhaltenden und kräftigen Regen.