Josephine Wendland mit ihren besten Spiel - Empfehlungen gegen Langeweile. Foto: Bernd Friedel

Berlin   - Viele Berliner sind vom Kontaktverbot genervt – die nächsten Tage werden zeigen, ob und wie lange die aktuellen Maßnahmen noch Gültigkeit haben. Was tun mit der vielen Zeit in den eigenen vier Wänden? Spielen! Aber was? Der KURIER bekam heiße Tipps für Singles, Paare und Familien aus dem „Spielzeugland Messedat“ in den Schönhauser Allee Arcaden.

Eine Berliner Erfolsgeschichte: Schon 1954 wurde der Laden gegründet

Steffen Messedat leitet den Laden bereits in dritter Generation – schon 1992 übernahm er das Geschäft von seinem Vater. Eine Berliner Erfolsgeschichte: Schon 1954 wurde der Laden gegründet, damals gab’s Spielsachen und Kinderwagen. „Wir sind stolz darauf, dass es uns so lange gibt“, sagt der Chef dem KURIER. „Denn in den Jahren haben wir viele Läden kommen und gehen sehen.“ Doch nun trifft die Corona-Krise auch das Spielzeugland hart. „Wir sind nur im stationären Handel tätig, haben keinen Online-Shop. Unsere Einnahmen sinken durch die Schließung auf Null. Und auch das Ostergeschäft ist weggebrochen.“ Die Krise sei die größte in der Historie des Ladens. „Das konnte niemand vorhersehen.“

Steffen Messedat mit mehreren Puzzles - auch sie eignen sich gut, um viel Zeit zu überbrücken. Foto: Bernd Friedel

Messedat ist dennoch zuversichtlich, dass die Geschäfte bald wieder laufen – etwas Unterstützung kommt durch eine Gutschein-Aktion, die der Laden-Chef ins Leben rief. „Und ich wünsche mir, dass viele Berliner nach der Krise die kleinen Läden der Stadt unterstützen.“ Denn gespielt wird immer – das weiß auch Mitarbeiterin Josephine Wendland. „Vor allem während Corona kann man sich mit Spielen stundenlang beschäftigen“, sagt sie. Für den KURIER hat sie Tipps:

Für Singles. „Knobelspiele sind für Menschen, die allein leben, eine gute Idee“, sagt sie. „Man hält die grauen Zellen frisch – auch ohne Mitspieler.“ Ihr Tipp: „Rush Hour“ von Thinkfun. Bei diesem Puzzle muss man durch Verschieben kleiner Wagen ein Auto aus einem Parkplatz befreien.

Für Paare. „Für Pärchen oder WGs eignen sich Spiele, die komplexer sind und bei denen eine Partie etwas länger dauert“, sagt Wendland. Sie empfiehlt zum Beispiel „Time Stories“ von Asmodee: Bei diesem Brettspiel reisen die Spieler durch die Zeit, um etwa Kriminalfälle zu lösen.

Für Familien. Hier sind die Klassiker gut: „In der derzeitigen Lage kann man mal wieder die Spielesammlung aus dem Schrank holen – mit ,Mensch ärgere dich nicht‘ lässt sich gut Zeit totschlagen.“ Und: Puzzles sind beliebter denn je. „Ob allein oder mit der Familie – Legespiele wieder im Trend. Und sind gerade während der Krise gut gegen die zähe Langeweile.“

Auf Distanz. Wendlands Tipp für ein Spiel via Telefon oder Skype: „Black Stories“. „Dabei muss man zum Beispiel rätselhafte Kriminalfälle nur durch Ja-Nein-Fragen lösen. Das Spiel funktioniert übrigens auch, wenn man Spazieren geht, denn dabei kann man den Sicherheitsabstand einhalten.“ Infos: www.spielzeugland-messedat.de