Die AfD-Landtagsabgeordneten Dennis Hohloch (l.) und Andreas Kalbitz gelten nicht als Konkurrenten, sondern eher als enge politische Vertraute. Foto:  dpa/Wolfgang Kumm

Die Potsdamer Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung gegen den Rechtsaußenpolitiker Andreas Kalbitz, weil dieser einen AfD-Fraktionskollegen aus Versehen verletzt haben soll. Bislang liege aufgrund von Presseberichten nur ein Anfangsverdacht vor, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag. Kalbitz habe dem kommissarischen Fraktionschef Dennis Hohloch bei einer Begrüßung unkontrolliert heftig in die Seite geschlagen, sodass dieser im Krankenhaus gemusst habe, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Demnach kam es vergangene Woche zu dem Vorfall im Potsdamer Landtag. Kalbitz habe die Tür geöffnet und Hohloch statt einer Begrüßung unkontrolliert heftig in die Seite geboxt, berichtete das Redaktionsnetzwerk. Schon kurze Zeit später habe Hohloch über heftige Magenschmerzen geklagt. Ärzte stellten demnach am folgenden Tag innere Verletzungen fest. Hohloch soll noch im Krankenhaus liegen, aber auf dem Weg der Besserung sein. „Natürlich bedauere ich dieses Missgeschick sehr und diese Verkettung unglücklicher Umstände“, sagt Kalbitz dem Berliner KURIER.

Hohloch vertritt den wegen rechtsextremer Verbindungen aus der Partei ausgeschlossenen Kalbitz aktuell als AfD-Fraktionschef. Anfang August hatte die Fraktion einstimmig beschlossen, dass Kalbitz seinen Chefposten vorerst bis zur weiteren juristischen Klärung ruhen lassen soll. Am Freitag verhandelt das Berliner Landgericht einen Eilantrag von Kalbitz gegen seinen Ausschluss.