Thermen, Saunen und andere Freizeitangebote sollen in Berlin durch neue Lockerungen wieder erlaubt werden. Paulus Ponizak

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin bleibt weiter deutlich unter 20. Sechs Neuinfektionen in der ganzen Stadt meldet das Robert-Koch-Institut am Montagmorgen für Berlin. Alle Signale der sogenannten Corona-Ampel stehen auf Grün. Es wird also Zeit, dass sich die Hauptstadt mal locker macht. Die Politiker wollen deshalb am morgigen Dienstag über neue Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen beraten, berichtet die B.Z.. Zehn Punkte stehen zur Diskussion und sollen nicht nur den Schülern einen schöneren Ferienstart in gut einer Woche (24.6.) ermöglichen.

Diese Lockerungen sollen für Berlin beschlossen werden:

Veranstaltungen in geschlossenen Räumen: Derzeit sind 100 Gäste erlaubt, geplant ist, künftig bis 200 Personen zu erlauben. Dabei müssen die Stühle aber so stehen, dass bei Personen außerhalb des engen Angehörigenkreises ein Abstand von 1,5 Meter eingehalten wird.

Keiner Obergrenze mehr: Bestattungen und Trauerfeiern auf Friedhöfen dürfen ohne Obergrenze der Teilnehmer stattfinden.

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Mehr Freiheiten beim Heiraten: Hochzeiten werden wieder zu größeren und bunteren Festen, wenn der neue Plan durchkommt. Im Freien sollen dann bis zu 100 Gäste zusammen feiern können. In geschlossenen Räumen bleibt die Obergrenze wie bisher bei 50. Kinder zählen aber nicht mit und kommen noch dazu.

Neuer Ferienspaß: Jahrmärkte und Volksfeste im Freien sollen wieder erlaubt werden. Auch Freizeitparks dürfen mit Negativ-Test wieder betreten werden.

Maskenpflicht entfällt: In Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäusern sowie Museen soll keine medizinische Maske mehr getragen werden müssen, wenn Besucher auf ihren festen Plätzen sitzen. Voraussetzung ist eine maschinelle Belüftung.

Zu bestimmten Zeiten soll auf öffentlichen Plätzen wie dem Alexanderplatz das Tragen von Masken nicht mehr notwendig sein. DAVIDS/Sven Darmer

Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen: Derzeit gilt auf den 35 am meisten frequentierten Straßen und Plätzen in Berlin (z.B. Kudamm, Alex, Bölschestraße) eine generelle Maskenpflicht. Diese soll von 0 bis 6 Uhr morgens wegfallen.

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Sauen und Thermen dürfen öffnen: Nach ein wichtiger Punkt für die Feriengestaltung: Hallenbäder können öffnen, ebenso Sauen und Thermen. Hier soll allerdings ein negativer Corona-Test verpflichtend sein.

Endlich wieder tanzen: Sommer, Sonne, Frühlingsgefühle. Die bekommen auf der Tanzfläche neuen Schwung. Tanzveranstaltungen im Freien sollen mit bis zu 100 Leuten erlaubt werden.

Zocken auch offline wieder erlaubt: Spielbanken und Spielhallen dürfen öffnen. Wer rein will, braucht einen tagesaktuellen Negativ-Test.

Sexuelle Dienstleistungen: Bordelle dürfen öffnen und erotische Massagen und Fesselspiele anbieten. Weiter tabu bleiben aber gesichtsnahe Praktiken und Geschlechtsverkehr. Die Prostituierten müssen negativ getestet sein und eine Maske tragen.

Am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor weist ein Hinweisschild auf die Maskenpflicht hin. Der Senat debattiert über Lockerungen für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.  Christophe Gateau/dpa