In einem Restaurant im Stadtteil Friedrichshain stehen die Stühle auf den Tischen. Es gibt mal wieder neue Corona-Regeln in der Hauptstadt. dpa

Ach, du herrlich-komplizierte Corona-Welt! Jetzt werden die Regeln in Berlin gänzlich kurios. Denn ab Mittwoch gelten – mal wieder – neue Corona-Gesetze in der Hauptstadt. Und die muss man wirklich erst einmal verstehen. Für Barbesitzer und Weihnachtsmarktbetreiber dürfte spätestens jetzt ein kleiner Volkshochschulkurs nötig sein, um den Durchblick nicht zu verlieren. Der KURIER erklärt, was geht und vor allem, was ab Mittwoch nicht mehr geht!

Dass in Bar – wie auch in anderen gastronomischen Einrichtungen – die 2G-Regel gilt, ist nicht mehr neu. Nur Genesene und Geimpfte haben Zutritt. So weit, so gut. Doch jetzt müssen Barbetreiber auch noch umbauen. Denn: Getrunken werden darf nur noch im Sitzen, nicht mehr aber im Stehen an der Bar.

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Barbesitzer müssen für neue Corona-Regeln in Berlin umbauen

„Wir werden das mal so formulieren, dass ungeordnete Kontakte im Gastronomiebereich vermieden werden, aber weiter Essen und Trinken in Restaurants ermöglicht werden“, versprach Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) laut „Berliner Zeitung“ noch am Freitag.

Bars sollen nach dem neuen Infektionsschutzgesetz nicht mehr einfach so geschlossen werden – schließlich sind es ja gastronomische Einrichtungen. „Am Rande der Ministerpräsidentenkonferenz wurde zugesagt, dass die alte und die neue Bundesregierung und die neuen Mehrheiten sich darauf verständigen wollen, dass da mehr möglich sein soll“, erklärt Senatskanzlei-Chef Christian Gaebler (SPD).

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Trotzdem gibt es Änderungen für Barbesitzer. Der Grund scheint dabei zunächst einmal einleuchtend. In Bars sitzen Gäste oft eng beieinander und sprechen auch laut. Dass das die Übertragung des Virus begünstigt, ist keine neue Information.

Stehen an der Bar ist künftig in Berlin verboten. So besagen es die neuen Corona-Regeln. Benjamin Pritzkuleit

Es muss also eine „entsprechende Anpassung“ geben, so Gaebler. Und: „Ziel ist es, dahin zu kommen, dass es in Ordnung ist, wenn man am Platz sitzt und was isst oder trinkt. Aber wildes Herumstehen ohne Abstand, das soll es dann nicht geben. So ähnliche Regelungen hatten wir schon mal in der Vergangenheit.“

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Neue Corona-Regeln in Berlin treffen Weihnachtsmarktbetreiber

Auch Weihnachtsmarktbetreiber müssen unter Umständen umdenken. Die eingezäunten Märkte – das ist auch nicht neu – dürfen weiter unter Einhaltung und Kontrolle der 2G-Regel öffnen. Nur gibt es eben auch oft weihnachtsmarktähnliche Angebote ringsherum – was ist mit denen?

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Etwa der Bereich um den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz ist dem Senat ein Dorn im Auge. Denn auf dem Tauentzien stehen ebenfalls zahlreiche Verkaufsbuden, die nicht zu dem Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz gehören. Dort strömen von beiden Seiten die Menschen aufeinander zu, auf einem sehr engen Bürgersteig. „Die Menschen, die an den Buden stehen, und die, die aus den Shops kommen, treffen sich auf dem Bürgersteig und können nicht ausweichen“, erklärt Michael Müller.

Es muss also umgebaut werden. Der Betreiber sei bereit, mitzuwirken. Abstände zwischen den Buden sollen größer werden. Es wird eben alles getan, um die Schließung zu vermeiden. In anderen Bundesländern gibt es schon gar keine Weihnachtsmärkte mehr. Budenbesitzer, die etwa im großen Stil Glühwein geordert haben, bleiben einfach drauf sitzen. Situationen wie diese will man in Berlin mit aller Macht vermeiden.

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