Die Deutsche Post berichtet mitten in der Coronavirus-Krise von einem Paketboom wie im Weihnachtsgeschäft. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Kommt mein Osterpäcken jetzt noch sicher an? Und wie wird der Empfänger geschützt? André Bauer ist einer von drei für Berlin und Brandenburg zuständigen Niederlassungsleiter der Deutsche Post. Er verantwortet die Brief- und Paketlogistik im südwestlichen und nördlichen Brandenburg.  Kurz vor Ostern beantwortet er dem KURIER die wichtigsten Fragen.

KURIER: Arbeitet die Post in der Corona-Krise mit der vollen Stärke an Mitarbeitern?

"Nach wie vor sind unsere Leute in allen Verteilzentren und Zustellstützpunkten, die für die Versorgung von Berlin und Brandenburg zuständig sind, im Einsatz.Klar gibt es hier und da momentan vereinzelte Einschränkungen, aber insgesamt sind wir weiterhin sehr zuverlässig und. Mein größtes Kompliment gilt in diesen Zeiten unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern; die machen in diesen herausfordernden Tagen einen hervorragenden Job. Danke!"

André Bauer ist einer der Niederlassungsleiter von Berlin und Brandenburg Foto: privat

KURIER: Wann muss ich mein Osterpaket,-päckchen oder -brief abschicken, damit alles rechtzeitig zum Ostersonntag ankommt?

"Kunden, die kurzfristig Osterkarten und -geschenke verschicken möchten, sollten diese spätestens am heutigen Mittwoch in einer Partnerfiliale oder einem DHL Paketshop abgeben oder vor der letzten Briefkastenleerung einwerfen. Gründonnerstag und Ostersamstag stellen wir in Berlin und flächendeckend in ganz Deutschland zu."

KURIER: Es ist vielleicht besser eine Karte zu schicken als ein Paket? Ist die Karte schneller?

"Wie gehabt können auch dieses Jahr Briefe genauso wie Pakete zu Ostern verschickt werden. Das aktuelle Paketgeschäft mit den „Corona-Bestelleffekten“ ist anspruchsvoller als in den Vorjahren. Bisher kommen jedoch die allermeisten Sendungen wie sonst ohne Verzögerungen bei den Empfängern in Berlin und Brandenburg an."

KURIER: Kann Osterpost das Virus übertragen?

"Das Robert Koch Institut stuft das Risiko gering ein, dass sich Covid-19 über Gegenstände wir Briefe und Pakete überträgt."

KURIER: Wie stellen die Zusteller jetzt die Post zu, damit auch in der Krise älteren Menschen nichts passieren kann?

Das A und O ist jetzt, dass unsere Mitarbeiter untereinander genauso wie die Zusteller und Kunden voneinander Abstand halten. Deshalb starten unsere Zusteller morgens in zwei Schichten. Bei der Übergabe von Paketen und Einschreiben setzten wir momentan die Empfangsbestätigung der Kunden aus. Das hilft. Und wir freuen uns über jeden, der einen Ablagevertrag abschließt. Die meisten Kunden haben viel Verständnis. Dafür möchte ich mich bedanken.