Blick entlang der Mauer - Bernauer Strasse.  Hier steht noch ein kleiner Teil der originalen Berliner Mauer. Foto: imago images/Eibner

Vor 30 Jahren, am 22. Juni 1990, wurde die Grenzanlage am Checkpoint Charlie niedergerissen. Und trotzdem finden sich nach so langer Zeit noch Mauerreste. Der KURIER hat in die noch unveröffentlichte Liste der Denkmalbehörde geschaut.

In sechs Bezirken ist noch etwas übrig: Die Liste, die dem KURIER vorliegt, wurde nach einer parlamentarischen Anfrage des FDP-Abgeordneten Stefan Förster erstellt. 

Mitte: Rund um den Checkpoint Charlie nennt die Behörde mindestens sieben Adressen, an denen noch was zu finden ist.  Und natürlich gibt es noch Mauer rund um den Nordbahnhof. Dann in der Pflugstraße/Schwartzkopffstraße und in der Liesenstraße. Außerdem auf dem Domfriedhof der St. Hedwigs-Gemeinde und dem Invalidenfriedhof. Die Reste um die Gedenkstätte Berliner Mauer zählen dazu. An mehreren Punkten der Ackerstraße findet sich noch etwas (Nummer 41 bis 43 und 37). Die Behörde teilt weitere Adressen in der Kieler Straße 2, in der Ida-von-Arnim-Straße und der Köpenicker Straße mit-sowie am Leipziger Platz und der Stresemannstraße am Potsdamer Platz. Nicht zu vergessen sind die Gedenkstätten Topograpfie des Terrors (Niederkirchnerstraße) und das „Parlament der Bäume“ (Schiffbauerdamm 40)   

Friedrichshain-Kreuzberg: Neben der East Side Gallery (1,3 Kilometer) sind noch Reste am Stralauer Platz/Schillingsbrücke und an der Stralauer Allee bekannt.

In Treptow-Köpenick nennt die Behörde die nördliche Puschkinallee, die Rudower Straße und den Flutgraben 3.

In Pankow sind vier Mauerreste bekannt: In der Bornholmer Straße, in der Dolomitenstraße 47, entlang der Norwegerstraße sowie in der Schwedter Straße/Eberswalder Straße.

In  Spandau sieht man noch eine Grenzanlage am Groß-Glienicker See, in der Gutsstraße 23.

Reinickendorf hat noch 135 Meter Mauer. Sie steht in der Buddestraße 6. Außerdem wurde vor zwei Jahren ein Rest in der Nähe vom S-Bahnhof Schönholz gefunden.