Die Kassenärztliche Vereiniungen hat das Verschicken der Corona-Impfeinladungen nach eigenen Angaben abgeschlossen. Wer sich in einer Risikogruppe sieht, aber keinen Brief hat, sollte DAS tun. Foto: dpa

Neben den Impfgegnern gibt es vor allem ganz, ganz viele Berliner, die es kaum abwarten können, endlich ihren Piks gegen das Corona-Virus zu bekommen. Das hat die Oster-Aktion gezeigt, bei der über die Feiertage 57.000 Impfungen allein in Berlin verabreicht wurden. Weil der Wirkstoff von Astrazeneka für alle – nicht nur die Impfberechtigten –  über 60-Jährigen freigegeben war, strömten Impfwillige in die Impfzentren. Und was ist mit allen, die jünger sind, sich nach der vermeintlich erlösenden Spritze sehnen, vielleicht sogar zur Risikogruppe zählen, aber noch keine Einladung bekommen haben? 

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„Diese Lösung ist deutschlandweit bisher einmalig. Auch wenn die Vorbereitung und der Versand von fast einer halben Million Impfeinladungen für die Kassenärztlichen Vereinigung Berlin ein Kraftakt und absolutes Neuland war, freuen wir uns darüber, dass wir den Praxen jede Menge Mehraufwand abnehmen konnten und die Patienten unkompliziert zu ihrer Impfeinladung gekommen sind“, heißt es seitens des Vorstands. Ziel der gemeinsamen Lösung von KV Berlin und Senatsverwaltung für Gesundheit war es von Anfang an, den Patienten in Pandemiezeiten den zusätzlichen Weg in ihre Arztpraxis zu ersparen, um sich ein ärztliches Attest ausstellen zu lassen, und die Praxen zu entlasten.

Privatversicherte erhalten keine automatische Einladung

Das Problem: Die Erstellung der Impfeinladungen erfolgte auf der Basis der Abrechnungsdaten des Jahres 2020. Und erfasst damit nicht alle Anspruchsberechtigten. So sind zum Beispiel Personen, die im ersten Quartal 2021 erstmals aufgrund einer entsprechenden Erkrankung in Behandlung waren und deren Abrechnungsdaten noch nicht vorlagen, noch nicht eingeladen worden, obwohl sie womöglich einen Anspruch haben. Auch pikant: Privatversicherte erhalten keine automatische Einladung zur Corona-Impfung, selbst wenn sie in eine der anspruchsberechtigten Gruppen fallen.

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Und was tun diejenigen nun? Berlinerinnen und Berliner, die zur Risikogruppe zählen und bis Ende dieser Woche keine Einladung bekommen haben, müssen sich wohl oder übel doch an dihren Arzt wenden. Hausarztpraxen, die die COVID-19-Schutzimpfung selbst anbieten, können dann die Impfung durchführen. Praxen, die noch keine Impfung anbieten können, stellen den Patienten ein Attest aus, mit welchem die Personen einen Impfcode über die Impf-Hotline des Senats erhalten (030 / 90 28 22 00).