Gerald Mai, Geschäftsführer des Werderaner Tannenhofs, geht durch seine Weihnachtsbaum- Plantage und kontrolliert das Wachstum der Nordmanntannen. Foto: Britta Pedersen/dpa

Ja, ist denn heute schon Weihnachten? Nicht ganz. Und auch der erste Advent ist erst in einigen Wochen. Doch der Verkauf von Weihnachtsbäumen hat in Brandenburg bereits begonnen: Am Freitagvormittag eröffnete der Werderaner Tannenhof (Landkreis Potsdam-Mittelmark) gemeinsam mit dem Gartenbauverband Berlin-Brandenburg die Saison.

Die Veranstaltung auf der Plantage des Tannenhofs fiel wegen der Hygiene-Maßnahmen kleiner aus als üblich. Eigentlich sollte Brandenburgs Umweltminister Alex Vogel (Grüne) symbolisch den ersten Tannenbaum der Saison nachpflanzen, doch er hatte coronabedingt abgesagt.

Gerald Mai kontrolliert den Zustand der Netztrommeln für die Saison.
Foto: Britta Pedersen/dpa

Christian Mai, Betriebsnachfolger beim Werderaner Tannenhof, zeigte sich zuversichtlich, in diesem Jahr genauso viele Bäume zu verkaufen wie im vergangenen. „Der Weihnachtsbaum ist krisensicher“, sagte er. Zwar seien Aufträge für Weihnachtsmärkte abgesagt worden. Dafür hätten Ämter, Ministerien und öffentliche Einrichtungen mehr Tannen angefordert. Das Auftragsgeschäft laufe damit sogar besser als im vergangenen Jahr.

Höhere Wertschätzung durch Corona-Pandemie

Auch der Gartenbauverband hofft auf eine gute Saison. Andreas Jende, Geschäftsführer des Verbandes in Berlin und Brandenburg, sagte, durch die Corona-Pandemie gebe es eine höhere Wertschätzung von Blumen und Pflanzen zu Hause. Zu Weihnachten besonders beliebt seien die Nordmanntanne, Kiefern oder die Blaufichte. Um am Festtag einen möglichst frischen Baum zu haben, empfahl Jende, die Tanne frühestens Mitte bis Ende November selbst zu fällen und in einen Ständer mit einem ausreichenden Wasserreservoir zu stellen.

Nordmanntannen sind auf der Weihnachtsbaum Plantage des Werderaner Tannenhofs mit Preiskategorien ausgeschildert. 
Foto: Britta Pedersen/dpa

Auf dem Werderaner Tannenhof wachsen auf rund 70 Hektar hauptsächlich Nordmanntannen und zehn weitere Weihnachtsbaumarten. Auf jeweils einem Hektar stehen etwa 6000 Bäume. Jährlich pflanzen die Mitarbeiter bis zu 30 000 Bäume neu.

Der erste Advent fällt dieses Jahr auf den 29. November. Der Verkauf von Weihnachtsbäumen an Ständen oder direkt in den Betrieben endet traditionell am 24. Dezember.

Die Vorweihnachtszeit steht 2020 im Schatten der Corona-Pandemie. Viele Städte und Gemeinden sagten etwa ihre traditionellen Weihnachtsmärkte ab. Manche überlegen sich Alternativkonzepte, sodass die Veranstaltungen unter besonderen Bedingungen stattfinden können.