Waldbrand im Loben-Moor zwischen Gorden-Staupitz, Hohenleipisch und Plessa.
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Die Lage bei einem Großbrand in Plessa (Elbe-Elster) in Südbrandenburg hat sich zunächst etwas entspannt. «Das Brandgeschehen ist etwas zurückgegangen», berichtete der diensthabende Landrat Marten Frontzek der Deutschen Presse-Agentur vor Ort am Samstag. Etwa 170 Einsatzkräfte hätten das Feuer auf rund 100 Hektar im Moorgebiet «Loben» eingegrenzt und hielten es derzeit unter Kontrolle. Unterstützt werden die Feuerwehrleute demnach von Kräften aus der Uckermark, dem Barnim und dem Landkreis Teltow-Fläming. In der Waldbrandzeit gebe es einen festen Plan für die Brandschutzeinheiten, wer bei Bedarf helfe, sagte Frontzek. Am Sonntag werden ihm zufolge Einsatzkräfte aus der Prignitz die Feuerwehren vor Ort unterstützen. Die Brandursache war zunächst noch unklar.

Die Einsatzkräfte bewässerten derzeit die Ränder, um eine Ausbreitung auf umliegende Kiefernwälder zu verhindern. Sorge bereite der immer wieder aufkommende Wind, sagte Frontzek. Eine Drohne der Cottbuser Johanniter hatte das Brandgebiet von oben für die Einsatzleitung gefilmt. Auch ein Löschhubschrauber der Bundespolizei mit einem 2000 Liter Wassertank sei wie auch am Freitag wieder im Einsatz, um das Gebiet zielgerichtet zu beregnen.

Das Feuer hatte sich am Freitag zunächst immer weiter ausgedehnt. Vorübergehend brannte ein Moorgebiet, ein angrenzendes Waldstück und ein Schilfgürtel. Die Feuerwehr hatte zur Eindämmung des Feuers eine Art Schutzwall errichtet. Ortschaften waren zunächst nicht in Gefahr. Das ehemalige Trocken-Moor sei durch Renaturierungsmaßnahmen vor etwa zehn Jahren durchfeuchtet, das komme den Einsatzkräften entgegen, berichtete Frontzek. Verhindert werden solle, dass das Feuer weiter in die Tiefe dringe.

Im Elbe-Elster-Kreis gilt wie in sechs anderen Landkreisen nach Angaben des Umweltministeriums derzeit die zweithöchste Waldbrandwarnstufe vier. 2019 brannte es 417 Mal in Wäldern in Brandenburg. Mehr als 13 000 Hektar Fläche standen in Flammen. Hinzu kommen noch Brände auf ehemaligen Truppenübungsplätzen. 2018 hatte es 512 Mal auf insgesamt 1674 Hektar gebrannt.