Die neuen Berliner Corona-Regeln lassen wieder mehr Menschen bei Konzerten und Co. zu.  Markus Scholz/dpa

In Berlin sind am Sonntag einige neue Corona-Regeln in Kraft getreten. So gelten bei Großveranstaltungen keine Obergrenzen mehr für die Besucherzahl, wenn alle Teilnehmer gegen Corona geimpft oder genesen sind (2G). Bislang galt eine Obergrenze von 25.000 Menschen. Nach den neuen Regeln könnte zum Beispiel das Olympiastadion wieder komplett gefüllt werden.

Schon seit einiger Zeit gilt, dass Betreiber etwa von Restaurants oder Veranstalter selbst entscheiden können, ob sie den Zutritt zu ihren Innenräumen Geimpften, Genesenen und Getesteten (3G) erlauben oder nur noch Geimpften und Genesenen (2G). Im Falle von 2G entfällt die Maskenpflicht.

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Diese 2G-Option wird nun auch Hotels, anderen Beherbergungsbetrieben und Ferienwohnungen sowie Museen, Galerien und Gedenkstätten, Bibliotheken und Archiven eröffnet.

2G-Regeln in Berlin erlauben bestimmten Ungeimpften Zutritt - aber nur unter DIESER Voraussetzung 

So genannte Tanzlustbarkeiten in geschlossenen Räumen dürfen hingegen nur unter 2G-Bedingungen für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Das betrifft etwa Clubs. Ausschließlich 2G gilt auch für Aufgüsse in Saunen oder Thermen sowie für die Öffnung von Dampfbädern.

In Berlin sind am Sonntag einige neue Corona-Regeln in Kraft getreten. Julian Stratenschulte/dpa

Eine weitere Neuerung gibt es bei den Ausnahmen rund um den Zugang zu 2G-Angeboten. Bisher galten diese nur für Kinder unter zwölf Jahren, da es für diese noch keine Impfmöglichkeit gibt. Seit Sonntag dürfen nun auch Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, an den 2G-Angeboten teilnehmen.

Voraussetzung dafür sind ein ärztliches Attest und ein negativer PCR-Test. Die Kosten für den Test müssen im Regelfall selbst getragen werden. Nur Menschen, die staatliche Leistungen wie Sozialhilfe oder Hartz IV beziehen, zahlen nicht selbst.

Bei 2G-Veranstaltung muss laut der neuen Verordnung auch das Personal geimpft oder genesen sein, wenn es mit Kundinnen und Kunden in unmittelbaren Kontakt kommt. Ohne Kundenkontakt können auch ungeimpfte Beschäftigte bei 2G-Veranstaltungen eingesetzt werden.