Cate Blanchett auf der Berlinale. Christoph Soeder/dpa

Das Berufsleben von Schauspielerinnen ist endlich. Jenseits der 40 werden die Rollen knapp.  Das trifft selbst Weltstars und zweifache Oscarspreisträgerinnen wie Cate Blanchett (50, „Blue Jasmine“). Um Blanchett muss man sich allerdings keine Sorgen machen. Kriegt die Australierin  nicht die Rollen, die sie spielen möchte, entwickelt sie das Drehbuch eben selbst.

Auf der Berlinale stellte Blanchett jetzt die neue Serie „Stateless“ (Staatenlos) vor. Sie hat sie kreiert, mitproduziert, außerdem ist die Schauspielerin in einer Nebenrolle zu sehen. „Stateless“ (zunächst acht Folgen) kreist um das Schicksal einer Deutsch-Australierin (Yvonne Strahovski), die von einer Sekte verstoßen wird und in einem Flüchtlingslager in der australischen Wüste Unterschlupf findet. Der australische Sender ABC zeigt die Serie zuerst, die globale Vermarktung übernimmt Netflix.

Die Serie wolle dem Drama um Millionen Flüchtlinge weltweit „die menschliche Dimension wiedergeben“, sagte Blanchett in Berlin. Wenn sie Lager im Libanon, in Jordanien im Iran sehe, dann finde sie „Hoffnung im Gesicht der Verzweiflung.“ Und trotz der unmenschlichen Umstände auch viel Würde.