Der Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland vorige Woche scheint vor allem auf Corona-Infektionen bei jungen Erwachsenen zurückzugehen.  Peter Kneffel/dpa

Berlin verzeichnet bei den Corona-Zahlen eine weiter steigende Inzidenz. Innerhalb von sieben Tagen wurden am Donnerstag 11,6 Ansteckungen je 100 000 Einwohner gemeldet. Damit lag der Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts wieder im zweistelligen Bereich. Es ist die höchste Inzidenz aller deutschen Bundesländer. 146 neue Corona-Neuinfektionen wurden gemeldet, drei Todesfälle kamen hinzu.

Auch die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut angestiegen. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter am Donnerstagmorgen mitteilte, lag die Inzidenz bei acht Fällen pro 100.000 Einwohnern.

Delta-Variante in drei Viertel der untersuchten Corona-Proben

Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 5,2 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an.

Wie das RKI am Mittwochmorgen weiter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 1642 Corona-Neuinfektionen sowie 32 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Ansteckungen in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt damit bei 3.740.325, insgesamt wurden 91.319 Corona-Tote gemeldet. Die Zahl der von einer Corona-Infektion Genesenen gibt das RKI mit rund 3.637.400 an.

Die anteilsmäßige Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus hat sich in Deutschland weiter rasch fortgesetzt. Sie erreiche mittlerweile einen Anteil von 74 Prozent an den untersuchten Proben, heißt es in einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochabend mit Blick auf die Woche bis zum 4. Juli. Auch Delta-Ansteckungen im Zusammenhang mit Reisen in beliebte Urlaubsziele wie Spanien werden demnach gemeldet.