Polizisten kümmern sich nicht nur um Straftaten und Verbrechen, sondern erleben auch Skurriles. Foto: imago images/vmd-images

Viele Deutsche schauen gern den „Tatort“ und lesen Krimis – das beweist: Wir alle mögen Kriminal-Geschichten und Storys aus dem Alltag der Polizei. Allerdings geht es so ernst wie im „Tatort“ in der Wirklichkeit nicht immer zu, denn die Ordnungshüter müssen sich auch in Deutschland nicht nur mit Straftaten und Verbrechen herumschlagen. Manchmal passieren auch Fälle, die so schräg sind, dass man darüber beinahe schmunzeln könnte. Hier kommen die skurrilsten Polizeimeldungen der Woche.

Mann vergisst Autoparkplatz und löst in Schwerin Fahndung aus

Kennen Sie das: Sie stellen das Auto im Parkhaus ab, wollen nach dem Einkaufen oder der Arbeit nach Hause fahren – und finden den Wagen nicht mehr? So ging es jetzt einem Mann in Schwerin: Der besonders vergessliche Autofahrer beschäftigte die Polizei mehr, als ihr lieb war. Wie ein Polizeisprecher am Sonntag erklärte, hatte der Mann am Freitag sein Cabrio-Auto nicht mehr auf dem gewohnten Platz entdeckt und als gestohlen gemeldet.

Die Beamten hätten mehrfach nachgefragt, aber der Fahrzeughalter blieb fest bei seiner Diebstahl-Version. Etliche Stunden nachdem die öffentliche Fahndung herausgegeben war, wurde der blaue Wagen gefunden. Er stand nur einige Straßen weiter in der Nähe eines Restaurants. Dort hatte er am Vorabend wohl gegessen, sich dann zu Fuß auf dem Heimweg begeben. Ein Polizeisprecher erklärte, kommen solche Fälle sonst eher auf Supermarktparkplätzen vor. Sein Tipp: Warten, bis der Markt schließt. Dann bleibe meist ein Wagen übrig.

92-Jähriger fährt Hunderte Kilometer in die falsche Richtung

Wir haben uns doch alle schon einmal verfahren, oder? Einem 92-Jährigen passierte das jetzt auf besondere Art und Weise: Der vermisste Senior aus Bad Hersfeld tauchte nach einer stundenlangen Irrfahrt mit dem Auto in Rostock an der Ostsee auf. Das Problem: Sein Ziel war Nidderau im Main-Kinzig-Kreis gewesen. „Ganz offensichtlich hatte er am Morgen ein falsches Ziel ins Navi seines Fahrzeugs eingegeben und war mehrere Stunden lang strikt den Anweisungen der Computerstimme gefolgt!, berichtete die Polizei. Am späten Nachmittag habe der Sohn des Mannes aus Nidderau der Polizei gemeldet, dass er seinen Vater vermisse.

Die Polizei alarmierte den Angaben zufolge zunächst die an der Strecke liegenden Autobahnpolizeien, die ergebnislos alle Rastanlagen und Parkplätze überprüft hätten. Auch eine Nachfrage bei den Rettungsdiensten zwischen Bad Hersfeld und Nidderau verlief negativ. Auf richterliche Anordnung ortete die Leitstelle der Polizei schließlich das Handy des Mannes.

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„Zum Erstaunen der Beamten hatte sich das Mobilgerät im rund 550 Kilometer von Bad Hersfeld entfernten Rostock eingeloggt“, so die Polizei. Fast zeitgleich sei der Anruf einer Wirtin einer dortigen Pension beim Sohn eingegangen, wonach sein Vater sie wegen einer Reifenpanne um Hilfe gebeten habe.

Känguru büxt aus und liefert sich Wettrennen mit Kuh

Kennen Sie die Geschichte mit dem Hasen und dem Igel? Das geht auch anders! Ein ausgebüxtes Känguru hat sich in Delmenhorst (Niedersachsen) ein Laufduell mit einer Kuh geliefert. Es war bereits das zweite Mal innerhalb weniger Wochen, dass in Delmenhorst ein Känguru ausbrach, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Günther Richter, ein Fotograf aus Delmenhorst, entdeckte das Tier bei einer morgendlichen Fahrradtour: „Es hüpfte über die Wiesen und wollte wohl ein Wettrennen mit den Kühen machen“, sagte er. Nachdem er ein Foto von dem Laufduell schoss, informierte er die Polizei.