Weil ihr Amtrak-Zug umgeleitet wurde, glaubten Dutzende Passagiere, dass sie entführt worden sind (Symbolbild).
Weil ihr Amtrak-Zug umgeleitet wurde, glaubten Dutzende Passagiere, dass sie entführt worden sind (Symbolbild). AP Photo/Charles Rex Arbogast

Dutzende Passagiere eines Autozugs zwischen Virginia und Orlando alarmierten den Notruf. Denn ihr Zug wurde plötzlich in einen abgelegenen Teil von South Carolina umgeleitet und niemand durfte aussteigen. 20 Stunden lang. Worauf einige der insgesamt 563 Passagiere Panik bekamen, weil sie glaubten, entführt worden zu sein.

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Der Amtrak-Zug hatte Virginia um 17 Uhr am Montag verlassen und sollte am nächsten Morgen um 10 Uhr Orlando (US-Bundesstaat Florida) erreichen. Doch als es hell wurde, entdeckten die Passagiere, dass sie weit weg von der Hauptstrecke vor dem ländlichen Örtchen Denmark (US-Bundesstaat South Carolina) festsaßen. Die Mitarbeiter informierten alle, dass es wegen eines Unfalls auf der Schiene eine Umleitung gegeben hatte.

Doch als selbst am Mittwochmorgen der Zug noch immer stand und den Passagieren verboten wurde, die Fenster geschweige denn die Türen zu öffnen, wurden es vielen unheimlich. Ein Passagier stellte ein Video auf Instagram, in dem eine Schaffnerin per Durchsage bittet: „Hören Sie auf, die Polizei zu alarmieren. Sie wurden nicht entführt und wir halten sie auch nicht als Geisel! Wir werden Ihnen mehr Informationen geben, sobald wir sie haben!“

Erst am Mittwochmittag fuhr der Bummel-Zug wieder und ließ die Passagiere im Örtchen Sanford in Florida aussteigen. Die Bahnfirma Amtrak, die laut eines Sprecher „alles getan hat, was wir nur konnten“, macht sich bereits auf eine Klagewelle gefasst.