Cornflakes in einer Schüssel. (Symbolbild) Foto: dpa/Zacharie Scheurer

Einfach in die Schale schütten, Milch oder Joghurt drüber und fertig ist der Frühstücks-Klassiker. Cornflakes sind ruckzuck zubereitet und schmackhaft. Doch kann man die gerösteten Flocken aus Mais, Dinkel, Buchweizen oder Mehrkorn bedenkenlos essen? Viele Cornflakes schon, aber längst nicht alle, meint die Zeitschrift Öko-Test (Ausgabe 02/21), die 50 Produkte verglichen hat.

15 der Frühstücksflocken wurden mit der Note „sehr gut“ bewertet. 14 weitere erhielten ein „gut“. Doch was störte die Öko-Tester an den übrigen Packungen, von denen fünf als „mangelhaft“ und neun als „ungenügend“ durchfielen? Es sind vor allem Belastungen mit Acrylamid, dessen Wert in 18 Produkten als zu hoch eingestuft wurde.

Der Schadstoff entsteht beim zu heißen Rösten der Flakes aus dem enthaltenen Zucker und der Aminosäure Asparagin. Der Stoff erhöht möglicherweise das Risiko, an Krebs zu erkranken. Es gibt zwar keine gesetzlich festgelegten Höchstmengen, aber je weniger Acrylamid ein Mensch aufnehme, desto besser, so die Zeitschrift.

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Weitere Mängel, die die Laboruntersuchungen ans Licht brachten und zur Abwertung führten, waren Schimmelpilzgifte, hohe Salzgehalte und Pestizide. Und schließlich störten die Tester doppelt gemoppelte Verpackungen – also Produkte, die in Plastik und zusätzlich in Karton verpackt sind.

Sehr gute Cornflakes müssen übrigens gar nicht teuer sein. Die Eigenmarken von Lidl, Edeka und Aldi für weniger als 60 Cent pro 300 Gramm erhielten genauso die Bestmarke wie die deutlich teureren Produkte von Werz oder Spielberger Mühle.

Mangelhaft hingegen waren die Bio-Flakes von Dennree und die Cornflakes von Seitenbacher. Ein Ungenügend bekamen Produkte der Firmen Nestlé, Schär, Wurzener, Vitabella und Davert – und auch der vermeintliche Klassiker von Kellog's, der nicht nur einen erhöhten Anteil von Acrylamid aufweist, sondern in dem auch Spuren von Glyphosat nachweisbar waren. Das Pestizid steht im Verdacht, Krebs zu verursachen.