Juliana Nehme ist trotz ihres deutsch klingenden Namens Brasilianerin, ihren Instagram-Account folgen mehr als 168.000 Fans. Auch wenn sich Juliana häufig an Stränden und exotischen Orten ablichtet, ist das Haupt-Anliegen der Influencerin nicht das Reisen, sondern eine positive Einstellung zu ihrem Körper, unverkennbar übergewichtig. Body Positivity heißt die Bewegung, die sich gegen unrealistische Schönheitsideale starkmacht.

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Sich über Dicke lustig zu machen, gilt bei den meisten Menschen inzwischen als inakzeptabel. Dennoch erleben Übergewichtige im Alltag Herausforderungen und Diskriminierungen, die Juliana Nehme anspricht. Ein krasses Erlebnis mit einer Airline hat die 38-Jährige vor kurzem öffentlich gemacht: Die Influencerin war in den Libanon gereist und wollte mit Qatar Airways, die Fluggesellschaft des WM-Veranstalters Katar über deren Hauptstadt Doha zurück in ihre Heimatstadt Sao Paolo. 

Airline verweigert die Bordkarte - jetzt muss Qatar Airways Juliana entschädigen

Doch der Frau wurde mit Verweis auf ihr Übergewicht die Bordkarte verweigert. Zunächst machte Juliana den Fall über die sozialen Medien öffentlich, dann verklagte sie die Airline. Und nun ist der Fall entschieden, zugunsten der Influencerin. Die Richterin am Gerichtshof von Sao Paolo entschied, dass sie Juliana Nehme entschädigen muss – für psychogische Behandlung infolge der erniedrigenden Behandlung. Die Therapie sei „angemessen und verhältnismäßig zur Überwindung des belastenden und traumatischen Erlebnisses“, heißt es im Urteil. 

1000 Euro soll die Airline Juliana Nehme nun überweisen. Qatar Airways kann das Urteil allerdings noch anfechten. Auf ihrem Instagram-Account bedankt sich Juliana überschwänglich bei ihren Followern und ruft auf, „weiter für eine gerechtere Welt zu kämpfen, frei von Fettphobie und allen Formen von Vorurteilen“.