Wer steckt wohl unter dem roten Mantel?
Wer steckt wohl unter dem roten Mantel? ZB/Robert Michael

Filmreife Idee einer Zehnjährigen: Scarlett Doumato aus Cumberland im US-Bundesstaat Rhode Island wollte endlich herausfinden, ob es den Weihnachtsmann wirklich gibt. Um seine Identität zu ermitteln, ließ sie eine DNA-Analyse von der Polizei anfertigen.

Während andere Kinder versuchen, Santa Claus beim Ausliefern der Geschenke zu ertappen, stellte Scarlett – ganz nach US-amerikanischer Tradition – an Heiligabend einen Teller mit Keksen auf den Tisch, bevor sie ins Bett ging.

Am nächsten Morgen sammelte das Mädchen die angebissenen Knabbereien ein und schickte sie der Polizei. „Liebe Polizei von Cumberland, ich habe eine Probe von den Kekskrümeln genommen, die ich für den Weihnachtsmann und die Rentiere am Weihnachtsabend hingestellt habe, und ich habe mich gefragt, ob Sie eine DNA-Probe nehmen könnten, um zu sehen, ob Santa echt ist?“

DNA-Probe mit überraschender Übereinstimmung

Die Polizei von Cumberland teilte ein Foto der handgeschriebenen Nachricht in den sozialen Medien. Dazu ein Bild von vier durchsichtigen Plastikbeuteln, die auf Anweisung der Dienststellenleitung direkt an das zuständige Labor des Bundesstaats Rhode Island zur kriminaltechnischen Untersuchung weitergeleitet worden seien, hieß es in einer Mitteilung dazu. „Diese junge Lady hat offensichtlich ein ausgeprägtes Gespür für die Wahrheit und den Ermittlungsprozess und hat eine hervorragende Arbeit beim Verpacken ihrer Beweise geleistet“, hieß es weiter: „Wir werden unser Bestes tun, um ihr Antworten zu geben.“

Dann meldete sich auch das zuständige Gesundheitsamt. Es habe keine hundertprozentige Übereinstimmung mit einer DNA in der nationalen Datenbank gegeben. „Interessanterweise gab es eine partielle Übereinstimmung mit einem Fall aus dem Jahr 1947, der sich im Bereich der 34. Straße in New York ereignete“, heißt es in der Mitteilung. Der Film „Das Wunder von Manhattan“ aus dem Jahr 1947 heißt im Original „Miracle on 34th Street“.

Schlussendlich habe man jedoch trotz modernster Analysetechnik „die Anwesenheit des Weihnachtsmanns weder definitiv bestätigen noch widerlegen“ können. Ob dabei Magie im Spiel gewesen sein könnte? Das könne man nicht ausschließen, heißt es weiter.

Die Ergebnisse hätten sie „etwas irritiert“ erzählt die junge Scarlett in einem Interview. Ihre Vermutung war zunächst, dass ihre Eltern hinter den Kekskrümeln steckten. Nach den Testergebnissen sei ihre Theorie nun, dass der Weihnachtsmann tatsächlich echt sein könnte. Im nächsten Dezember werde sie weiter ermitteln.