Wenn der Laptop beinahe schmilzt:

Kuriose Datenverluste und was sich daraus lernen lässt

Teilen
Quelle: Freepik

Wie Sie Ihre wertvollen Daten auch in scheinbar hoffnungslosen Fällen retten können

Der Schreck sitzt tief, wenn der Laptop plötzlich nicht mehr hochfährt oder das Smartphone den Dienst verweigert, nachdem es aus der Hosentasche gerutscht und unsanft auf dem Asphalt gelandet ist. Besonders bitter wird es, wenn sich auf dem Gerät auch noch wichtige Dokumente oder unersetzliche Erinnerungen befinden. Dass selbst in den ungewöhnlichsten Situationen eine Wiederherstellung der Daten möglich sein kann, zeigen die Datenretter von Data Reverse mit einer Zusammenstellung der spektakulärsten Datenverluste des Jahres 2025.

Die kuriosesten Datenverlustfälle 2025

Externe Festplatten und USB-Sticks, Smartphones, Laptops, RAID-Systeme: Mehr als 3000 Speichersysteme haben die Techniker des Unternehmens 2025 in den Händen gehabt. Und wie der Jahresrückblick zeigt, ist längst nicht jeder Fall Routine: Vom USB-Stick, der in die rotierende Bürste eines Staubsaugerroboters geriet, bis zur Nintendo-Switch-Konsole, die ein unfreiwilliges Bad im Planschbecken mehr schlecht als recht überstanden hat.

Besonders für Laptops scheint es kein gutes Jahr gewesen zu sein. Auf dem Oktoberfest in München fast von einer Bierbank zerquetscht, beim Backen in Berlin beinahe geschmolzen und in der Hamburger U-Bahn zwischen die sich schließenden Türen geraten: Gleich drei der Geschichten illustrieren, wie schwer diese Geräte es offenbar im ganzen Land mit uns unaufmerksamen Besitzern haben.

„Klar wollen wir auch zum Schmunzeln anregen mit diesen Fällen, aber vor allem möchten wir zeigen, dass Datenverluste oft in Alltagssituationen passieren“, erklärt Datenrettungsexperte Johannes Hoffmeister von Data Reverse. „Der Teufel steckt da wirklich im Detail.“

Die besten Expertentipps

Leichter gesagt als getan, aber der wichtigste Expertentipp für einen Datenverlust ist tatsächlich, zumindest so weit die Ruhe zu bewahren, dass man die Situation nicht mit unüberlegten Entscheidungen noch verschlimmert. Bevor man also noch unter Schock stehend nicht mehr korrigierbare Fehler macht, lieber kurz durchatmen und erst einmal sacken lassen, was passiert ist.

Klingt im ersten Moment vielleicht widersinnig, denn man möchte ja unbedingt etwas tun, aber das betroffene Gerät sollte auf keinen Fall weiter benutzt werden. Jede Minute, die es jetzt noch läuft, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Daten überschrieben werden.

Sind einem die scheinbar verlorenen Daten wichtig, lohnt sich der Gang zum Spezialisten. Moderne Methoden wie das Chip-Off-Verfahren, bei dem der NAND-Chip in Handarbeit von der Leiterplatte gelöst wird, können Daten selbst von stark beschädigten Speichermedien retten.

Fein raus ist, wer vorgesorgt und Maßnahmen zum Schutz vor Datenverlust ergriffen hat. Ein Backup ist dabei die beste Versicherung. Sowohl Cloud-Dienste als auch externe Festplatten eignen sich, um zumindest die wichtigsten Daten regelmäßig zu sichern. Und wer komplett auf Nummer sicher gehen will, dem rät Hoffmeister zu einem Backup nach der 3-2-1 Regel, wie sie auch in vielen Unternehmen angewendet wird: Drei Kopien, zwei davon auf unterschiedlichen Speichermedien, eine außerhalb der eigenen vier Wände. „Dann kann der Staubsaugerroboter zwar immer noch den USB-Stick schreddern, aber Ihre Daten sind sicher.“

Die Recherche und Erstellung des Beitrags wurden durch eine externe Redakteurin vorgenommen und stammen nicht aus der eigenen Redaktion.