Am Hafen und Opernhaus von Sydney in Australien waren beim Feuerwerk diesmal keine Zuschauer zugelassen. Es dauerte nur sieben Minuten statt wie im Vorjahr zwölf. Foto: AP Photo/Mark Baker

Überschattet von der Corona-Pandemie hat die Welt den Jahreswechsel begangen: Mit großen Feuerwerken, aber großteils ohne Besucher, starteten die Menschen in Städten wie Sydney, New York und Wuhan in der Nacht zu Freitag ins neue Jahr - in der Hoffnung auf ein Ende der Pandemie. In New York wurden nur wichtige Helfer in der Corona-Krise zu der Veranstaltung am Times Square eingeladen.

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Wie jedes Jahr erhellten unzählige Raketen um Mitternacht den Himmel über dem Hafen der australischen Metropole Sydney. Im Gegensatz zu anderen Jahren waren in der Stadt aber wegen der Corona-Pandemie nur ganz wenige Besucher vor Ort erlaubt. Sydney glich einer Geisterstadt, wie Reporter berichteten.

Jaclyn Bernstein, die zu den nur wenige Dutzend geladenen Gästen zählt, steht in den ersten Minuten des neuen Jahres im Konfettiregen auf dem New Yorker Times Square.  Foto: Craig Ruttle/FR61802 AP/dpa

Wie in Australien gelten wegen der Corona-Pandemie in vielen Ländern der Welt zu Silvester und Neujahr strenge Ausgangsbeschränkungen, die große Feiern und Feste verhindern sollen. Auch auf dem New Yorker Times Square versammelte sich in diesem Jahr keine riesige Menschenmenge. Die einzigen Zuschauer waren eigens eingeladene Helfer in der Corona-Krise, die mit ausreichendem Abstand das Spektakel genießen konnten. Nach Auftritten von Pop-Stars wie Jennifer Lopez und Gloria Gaynor wurde um Mitternacht die berühmte Kristallkugel, der Times Square Ball, heruntergelassen.

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In Brasilien, wo seit Beginn der Pandemie rund 195.000 Corona-Tote gezählt wurden, verhinderten die Behörden ein Zusammenkommen von Feiernden am Copacabana-Strand in Rio de Janeiro. Normalerweise findet dort eine der größten Silvester-Feiern weltweit statt. Die Pandemie hielt die Einwohner jedoch nicht davon ab, die Stadt mit Amateurfeuerwerken zu beleuchten.

Ein Feuerwerk bei den Neujahrsfeierlichkeiten über dem Strand der Copacabana. Nach der Absage der Silvesterparty an der Copacabana und der ersatzweise geplanten virtuellen Feier zum Jahreswechsel sperrt Rio de Janeiro an diesem Tag das Copacabana-Viertel ab, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Foto: Bruna Prado/AP/dpa

Das Knallen der Feuerwerkskörper vermischte sich mit dem lautstarken Protest zahlreicher Demonstranten. Die Menschen lehnten sich aus ihren Fenstern, schlugen auf Töpfe und Pfannen ein und protestierten gegen Präsident Jair Bolsonaro, dem sie einen unverantwortlichen Umgang mit der Corona-Krise vorwerfen. „Raus mit dir, Bolsonaro!“, riefen zahlreiche Demonstranten.

Ganz anders als im von der Pandemie schwer getroffenen Westen feierten die Menschen in Neuseeland, wo unter anderem dank strikter Einreiseverbote seit Wochen kein neuer Corona-Fall mehr registriert wurde. In Auckland und anderen Städten versammelten sich riesige Menschenmengen, um die Feuerwerke oder Konzerte um Mitternacht gemeinsam zu bestaunen.

Sophie Jackson and Monique Lee feierten auf einem Konzert im neuseeländischen Christchurch. Foto: AP Photo/Ernest Kung

Im chinesischen Wuhan drängten sich tausende Feiernde im Zentrum der Stadt und ließen jubelnd Luftballons steigen, um das Jahr 2021 zu begrüßen. „2020 war ein sehr schwieriges Jahr für uns“, sagte der Bewohner Xu Du der Nachrichtenagentur AFP. Die meisten Menschen trugen bei den Feierlichkeiten am Donnerstagabend, zu denen auch eine Lichtshow gehörte, Masken.

Die Elf-Millionen-Einwohner-Metropole Wuhan war ab Ende Januar für mehr als zwei Monate von der Außenwelt abgeriegelt worden, nachdem dort erstmals das neuartige Coronavirus festgestellt worden war. Seit dem Sommer kehrte jedoch langsam wieder der Alltag ein.