Von Sekten-Gurus bis zu Verschwörungstheoretikern – ständig werden neue Termine für einen angeblichen Weltuntergang vorausgesagt. Imago Images

Von Sekten-Gurus bis zu Verschwörungstheoretikern – ständig werden neue Termine für einen angeblichen Weltuntergang vorausgesagt. Nicht überraschend lag bislang noch niemand richtig. Jetzt stellt sich aber heraus: Ein Team von Wissenschaftlern des renommierten Massachusetts Institut of Technology (MIT) hatten Anfang der 1970er-Jahren dasselbe getan. Und über deren Berechnungen lacht keiner. Diese ergaben, dass die menschliche Apokalypse 2040 beginnt.

Der gemeinnützige „Club of Rome“, der sich für das nachhaltige Überleben der Menschheit einsetzt, hat die über 50 Jahre alte Studie noch einmal veröffentlicht. In dieser hatten die MIT-Forschern verschiedene Daten zu überlebenswichtigen Trends wie Bevölkerungswachstum, die Nutzung von Rohstoffen und Energieverbrauch zusammengetragen. Diese speisten sie in ein Computerprogramm, das vorhersagte, dass die Zivilisation auf der Welt bereits vor Mitte des 21. Jahrhunderts zusammenbrechen würde.

Computerprogramm berechnete das Datum für den Weltuntergang

2009 überprüfte ein weiteres amerikanisches Forscher-Team die Studie mit neuen Computer-Algorithmen. Laut dem Fachjournal American Scientist kamen sie ebenfalls auf das Jahr 2040, in dem die Menschheit vor dem Abgrund steht. Die holländische Nachhaltigkeits-Forscherin Gaya Herrington relativiert allerdings jetzt die düsteren Prognosen im The Guardian: „Die Zahlen von damals nehmen in allen Bereichen das Schlimmste an. Und es stimmt, danach wird unsere Weltwirtschaft zum Ende dieses Jahrzehnts aufhören, zu wachsen. Und zehn Jahre danach würde dann der totale Kollaps für die Menschheit folgen.“

Allerdings hat Herrington eine gute Nachricht für alle, die bei diesen Daten Panik bekommen: „Wir haben immer noch die Möglichkeit, durch neue Innovationen und Entwicklungen von Regierungen und Privatpersonen, die Trends zu stoppen. Wir können eine nachhaltigere Welt entwickeln.“ Und somit den Weltuntergang – zumindest vorerst – weiter nach hinten verschieben.