In Malmö steht ein Bus in Flammen. dpa/Johan Nilsson/TT NEWS AGENCY

Schweden kommt nicht zur Ruhe und erlebt ein Osterwochenende voller Gewalt. Nach der Genehmigung rechter Kundgebungen ist es in der Nacht in Schweden erneut zu Krawallen gekommen. In Malmö stand ein Bus in Flammen, nachdem Unbekannte ein brennendes Objekt auf das Fahrzeug geworfen hatten, wie der schwedische Sender SVT berichtete. Die Fahrgäste konnten alle dem Feuerinferno entkommen, verletzt wurde niemand. Auch weitere Fahrzeuge und mehrere Mülltonnen brannten in Malmö. Die Polizei wurde mit Steinen und Molotowcocktails beworfen.

Hintergrund sind mehrere Kundgebungen eines bekannten Rechtsextremisten. Die Polizei hatte diese genehmigt.

Schweden erlebt seit Tagen massive Gewaltausbrüche

Bereits in den vergangenen Tagen gab es in einigen Städten Krawalle, nachdem die Polizei Versammlungen von Rechten, bei denen der Koran verbrannt werden sollte, genehmigt hatte. Eine Kundgebung fand am Sonnabendnachmittag in Malmö statt.

In der Stadt Örebro im Süden des Landes waren bei Gewaltausbrüchen am Karfreitag mehrere Polizeiautos in Brand gesteckt worden. Mehrere Polizisten erlitten Verletzungen. Auch in der Hauptstadt Stockholm kam es zu Ausschreitungen und es flogen Steine.