Das mit 31-17“ nummerierte Boot wurde bereits Ende des letzten Jahres im Sand von Lake Shasta gesichtet.
Das mit 31-17“ nummerierte Boot wurde bereits Ende des letzten Jahres im Sand von Lake Shasta gesichtet. U.S. Forest Service

Durch die Dauerdürre trocknen in den US-Bundesstaaten Kalifornien und Nevada die Seen aus und bringen nicht nur – wie in Lake Mead – ungelöste Todesfälle in Form von Skeletten ans Licht. Jetzt sorgt ein „Geisterboot“, das durch den Niedrigwasserstand im kalifornischen Shasta Lake freigelegt wurde, bei Historikern für Rätselraten. Es handelt sich nämlich um einen sogenannten Higgins Truppentransporter, der im Zweiten Weltkrieg vor der Küste von Italien zum Einsatz kam.

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Das mit 31-17“ nummerierte Boot wurde bereits Ende des letzten Jahres im Sand von Lake Shasta gesichtet. Inzwischen wurde es vom US Forest Service ganz freigelegt und von Historikern untersucht. Diese sind sich sicher, dass das „Geisterboot“ zur U. S. S. Monrovia gehört hatte, von der aus General Patton die Invasion von Sizilien plante.

Wie das US-Militärschiff in den See gelangte, ist völlig unklar.
Wie das US-Militärschiff in den See gelangte, ist völlig unklar. U.S. Forest Service

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Das Higgins-Boot hatte einst während der Invasion der Alliierten in Sizilien im Sommer 1943 amerikanische Truppen in die Schlacht befördert, ein entscheidender Moment im Krieg in Europa. Es wurde dann im Herbst in der Schlacht von Tarawa im Pazifik eingesetzt, als US-Truppen auf die von Japan gehaltenen Gilbert-Inseln (heute Teil des Südseestaates Kiribati) einmarschierten, so der Shasta-Trinity National Forest in den USA.

Forscher untersuchen nun das Kriegsschiff

Das Boot sank während dieser Schlacht, bei der mehr als 1000 US-Soldaten getötet wurden, sagte Feuerwehrmann James Dunsdon, dessen Nachforschungen zur Geschichte des Bootes vom Forest Service zitiert wurden.

„Es kam einfach wie ein Gespenst über den Horizont“, sagte er. „Da war es mit originaler Lackierung aus dem Zweiten Weltkrieg und Holz und Stahl und in der Position mit der Rampe nach unten.“ Es sei, als wäre das Boot bei einer Strandlandung gesunken, sagte Dunsdon.

Wie es allerdings auf den Grund des kalifornischen Sees gelangte, können sich die Historiker nicht erklären. Laut dem Forest Service soll das Boot nun in ein Militärmuseum nach Nebraska gebracht, restauriert und dort ausgestellt werden.