Auf frischer Tat ertappt – die Pflegerin wurde von Überwachungskameras beobachtet, wie sie die Bankkarten des Sterbenden klaute und dann im Krankenhaus-Shop benutzte. West Midlands Police

Das ist doch nicht zu fassen! Da liegt ein Mann im Sterben im Krankenhaus und die Pflegerin hat nichts besseres zu tun, als seine Bankkarten zu klauen und damit shoppen zu gehen? Die Krankenhausangestellte Rebecca E. (49) wurde genau deshalb nun inhaftiert.

Was war passiert? Am 20. Januar dieses Jahres wurde der ehemalige Polizist Fred B. (66) in ein Krankenhaus in Birmingham eingeliefert. Die Diagnose: Krebs im Hüftgelenk. Die Prognose: schlecht!

Lesen Sie auch: Geisterfahrer verursacht Horror-Crash auf der A8: Vom Parkplatz fährt er in die falsche Richtung los – drei Tote! >>

Doch statt sich um den Patienten, der im Sterben liegt, vernünftig zu kümmern, hatte Rebecca E. ganz andere Pläne: Sie klaute dem Rentner seine Kreditkarten. Die hatte er in der Reisetasche, die er mit ins Krankenhaus gebracht hatte. Damit ging sie für einen ersten „Testkauf“ in den Krankenhaus-Shop und kaufte Kekse. Dumm nur: Das nahmen Überwachungskameras auf.

Dreister Diebstahl fliegt dank Überwachungskamera auf

Danach zog Rebecca E. weiter, plünderte die Konten des sterbenden Polizisten, indem sie in diversen Shops damit bezahlte. Auch online kaufte die 49-Jährige fleißig ein.

Lesen Sie auch: Bombendrohung gegen Fabrik – weil gelangweilte Frau wollte, dass ihr Freund früher nachhause kommt >>

Erst als die Tochter ihres 66-jährigen Opfers merkte, dass die Karten fehlten, war die Shoppingtour beendet. Sie ließ die Konten sperren, fragte im Krankenhaus nach. Die werteten die Bilder der Überwachungskamera aus, ertappten Rebecca E. durch die Aufnahmen.

Dann wurde sie festgenommen. Die Ermittler fragten die Frau unter anderem, wie sie eine Nationwide-Karte verwendet haben kann, obwohl sie nie ein Konto bei der Bank hatte. Aber sie weigerte sich, eine der über 100 Fragen zu beantworten, die ihr in ihrem Verhör gestellt wurden. Sie bestritt Diebstahl und Betrug.

Lesen Sie auch: FBI-Statistik enthüllt: Diese Sternzeichen werden am häufigsten kriminell! >>

Doch die Bilder waren eindeutig. Ein Gericht erklärte sie jüngst für schuldig. Jetzt muss sie neun Monate lange hinter Gitter. „Das ist eine schreckliche, feige Tat – sie wurde aus Habgier begangen, ohne Rücksicht auf den gesundheitlichen Zustand des Opfer", so Mark Bates von des West Midlands Police zum Newsportal „Metro“.

Und der Bestohlene? Der ehemalige Polizeiinspektor der West Midlands  starb kurz nach dem Delikt. Er hatte den Kampf gegen den Krebs verloren