Asiatische Riesenhornissen vor einem geplünderten Bienenstock. Dong Shihao

Die Nachricht klang 2019 wie aus einem Horrorfilm: Invasion von Mörder-Hornissen im Bundesstaat Washington. Die gigantischen Insekten aus Asien töten nämlich nicht nur andere Insekten, ihr Stich kann auch für Menschen fatal sein. Ein Forscher der Universität von San Diego UCSD hat jetzt einen Weg gefunden, männliche Mörder-Hornissen in die Falle zu locken – mit dem (falschen) Versprechen auf Sex.

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Professor James Nieh und seine Kollegen fanden heraus, dass die männlichen Mörder-Hornissen vom Geruch ihrer Königin angezogen werden. Diese stößt ein sogenanntes Sex-Pheromon aus, was die stets paarungsbereiten Männchen anzieht. Prof. Nieh schrieb auf Twitter, dass er den Duft der Hornissen-Königin synthetisch erzeugen konnte.

Der Sex-Geruch wurde dann für Fallen benutzt, in die bislang Tausende von männlichen Mörder-Hornissen tappten. Prof. Nieh: „Die Hornissen riechen den Sex-Duft der Königin von 1,5 km Entfernung und kommen zur Paarung angeflogen. Indem wir so Männchen dezimieren, können wir die Fortpflanzung der Rasse in Amerika eindämmen.“

Mit fünf Zentimetern Länge die größte Hornisse der Welt

Die Vespa mandarinia – so ihr wissenschaftlicher Name – hat einen 6,5 Millimeter langen Stachel, mit dem sie ortsansässige Bienenkolonien und anderen Insekten in der Gegend regelrecht abschlachtet. Damit werden auch großflächige Ernteschäden angerichtet. Wenn sie Zustechen, spritzen sie dem Opfer ein Nervengift, dass selbst für Menschen lebensgefährlich ist. Allein in Japan gibt es jährlich bis zu 50 Tote durch den Stich einer Mörder-Hornisse. 2013 wurden 28 Menschen in Chinas Shaanxi-Provinz bei einem einzigen Angriff eines Schwarms getötet.