Weiße Straßen in Berlin. Das Wetter ist binnen 14 Tagen von Sommer auf Winter umgeschwenkt.
Weiße Straßen in Berlin. Das Wetter ist binnen 14 Tagen von Sommer auf Winter umgeschwenkt. imago/Raimund Müller

Das Wetter spielt jetzt völlig verrückt! Vor zwei Wochen lagen die Temperaturen in Deutschland noch bei sommerlichen 25 Grad. T-Shirt-Wetter! Jetzt fegt ein Tornado über Deutschland hinweg, weitere sind womöglich im Anmarsch. Und von Hamburg bis Berlin verwandelt sich das Land in eine weiße Winterlandschaft.

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Bevor wir uns dem Schnee widmen, zuerst ein Blick ins Saarland. Dort gab es gestern Nachmittag einen Tornado. Innerhalb einer kräftigen Schauer- und Gewitterzelle sah man den typischen Wolkenschlauch der bis zum Erdboden reichte und rotierte. Dabei wurden zahlreiche Gebäude zum Teil stark beschädigt.

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Tornado könnte sich laut Wetter-Experten wiederholen

„Damit es zu einem Tornado kommen kann, besteht innerhalb einer Gewitter- und Schauerzelle meist eine Windscherung. Der Wind innerhalb der Zelle verändert mit der Höhe seine Geschwindigkeit und seine Richtung. Dabei kann es zu einer Rotation innerhalb der Wolke kommen“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met, gegenüber dem Wetterportal wetter.net.

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„Es bildet sich ein typischer Wolkenschlauch aus. Erreicht dieser auch den Erdboden, und nur dann, dann spricht man von einem Tornado.“ Das war gestern im Saarland offensichtlich der Fall gewesen. Zahlreiche Bäume knickten ein, Dächer wurden abgedeckt, was nicht niet- und nagelfest war, flog durch die Gegend.

Ein Tornado fegte gestern durchs Saarland, es könnten laut Wetter-Experten weitere folgen. (Symbolbild)
Ein Tornado fegte gestern durchs Saarland, es könnten laut Wetter-Experten weitere folgen. (Symbolbild) IMAGO/Design Pics

Und nun, nur einen Tag später, schneit es sogar zwischen Hamburg und Berlin. Es ist der erste Schnee der neuen Wintersaison in Deutschland. Und es wird bis Samstagabend immer wieder Schnee geben, die Schneezone wandert weiter nach Süden bis zum Main und Rhein.

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Zum 1. Advent wird das Wetter frühlingshaft

„Kalte Luft ist im Nordosten angekommen und die arbeitet sich weiter nach Südwesten vor. Es sind turbulente Zeiten aufgrund der Luftmassengrenze und dabei kam es gestern auch zu dem erwähnten Tornado. Das Potenzial für die Bildung von Tornados ist auch heute regional weiter gegeben“, verrät der Wetter-Experte.

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Doch: Nächste Woche wird es schon wieder wärmer. Am 1. Advent haben wir dann meist Werte um oder auch über 10 Grad. Mit Frühlingswetter läuten wir dann also endgültig die Vorweihnachtszeit ein. „Ein neuer Wintervorstoß ist dann nicht mehr in Sicht“, so Dominik Jung.

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So wird das Wetter in den kommenden Tagen

Freitag: 2 bis 12 Grad, aus Nordosten Schneefälle, sonst erst noch Regen und viele Wolken.

Samstag: 2 bis 9 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, teilweise Schneeregen und Schneeschauer.

Sonntag: 1 bis 9 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und einzelnen Schauern.

Montag: 5 bis 10 Grad, etwas milder, oft grau und trüb, stellenweise Regen.

Dienstag: 4 bis 8 Grad, durchwachsen, immer wieder Regenschauer.

Mittwoch: 4 bis 9 Grad, neblig und trüb, wenig Sonnenschein.

Donnerstag: 5 bis 11 Grad, durchwachsen, Mix aus Sonne und Wolken.

Freitag: 6 bis 12 Grad, einzelne Schauer, dazwischen etwas Sonnenschein.

Wetter in Berlin und Brandenburg: Teilweise Glätte durch Schneeregen

Der Schneeregen in Berlin und Brandenburg sorgt für glatte Straßen. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag mitteilte, tritt am Freitagmorgen die durch den einsetzenden Schneeregen entstandene Glätte lokal auf. Die Polizei hat eigenen Angaben zufolge keine amtliche Warnung herausgegeben. Demnach führen die glatten Straßen bislang nicht zu einem erhöhten Unfallaufkommen in Berlin und Brandenburg. Das könne sich aber jederzeit ändern, wie ein Sprecher der Polizei in Berlin mitteilte.