Winterwunderland wie im Bilderbuch: Die Chancen dafür stehen vor dem dritten Advent in Berlin und Brandenburg gut.
Winterwunderland wie im Bilderbuch: Die Chancen dafür stehen vor dem dritten Advent in Berlin und Brandenburg gut. imago/YAY Images

Innerhalb weniger Tage sind die Wetter-Prognosen für Berlin und ganz Deutschland gekippt: Noch am Wochenende sah es nach ein paar kalten Tagen aus, dann würde einmal wieder milde Luft vor dem Fest jede Hoffnung auf weiße Weihnachten zunichtemachen. Lediglich das eher exotische kanadische Wettermodell hatte die Richtung vorhergesagt, auf die jetzt die meisten anderen Prognosen einschwenken. Kein einziges Vorhersagemodell rechnet derzeit mit einer Milderung, die Frage ist lediglich, wie weit die Temperaturen bis Mitte Dezember in den Keller stürzen. Die Vorhersagen reichen bis zu minus zehn Grad und mehr.

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Nennenswerte Schneefälle vor allem ab Sonntag in Berlin und Brandenburg

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet überdies mit nennenswerten Niederschlägen ab Sonntag in Berlin und Brandenburg – Freunde winterweißer Landschaften könnten also auf ihre Kosten kommen, Auto- und Zweiradfahrer sollten sich jedoch auf mögliche Rutschpartien einstellen. Mit erstem Schnee in unserer Region haben wir es bereits am Dienstag in der Prignitz zu tun, andernorts fällt bei Höchstwerten bis zu vier Grad Sprühregen.

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In der Nacht zu Mittwoch nähern sich die Tiefstwerte allerdings der Frostgrenze, die Niederschläge fallen in der Nacht als Schneeregen oder Schnee – bis in die Mittagsstunden hinein. So geht es weiter bis zum Donnerstag – immer wieder Schneeregen oder Schnee bei maximal drei Grad und minimal minus drei Grad. Es drohen glatte Straßen!

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Ab Freitag stürzen die Temperaturen in Berlin und Brandenburg in den Keller

Ab Freitag rutschen auch die Temperaturen richtig in den Keller, maximal reicht es für ein Grad, örtlich ist Dauerfrost möglich. Und das könnte erst der Anfang von der Reise ins Winterwunderland werden, denn die Prognosen deuten auf einen langen kalten Winter hin. Die beiden führenden Langfrist-Wettermodelle NOAA und ECMWF sind sich inzwischen einig: Einen milden Dezember wird es wohl nicht geben, eher wird er statistisch zu kalt ausfallen – und dazu kommen voraussichtlich noch erhebliche Schneemassen, wie Wetterexperte Dominik Jung (wetter.net) vorhersagt.

Der Diplom-Meteorologe erklärt, „die Großwetterlage hat sich auf kalt umgestellt“. Über Sibirien liege das mächtige Kältehoch Ilja, das vormals Erik genannt wurde. „Das schaufelt immer wieder kalte Luftmassen nach Deutschland.“ Zugleich, so Jung weiter, komme aus Norden die Feuchtigkeit. „Beides zusammen bringt uns Schneeflocken bis in tiefe Lagen.“ Die Folge: „Es wintert nach und nach immer weiter ein.“

Ausgangslage für weiße Weihnachten in Berlin und Brandenburg außerordentlich gut

Unweigerlich stellt sich die Frage der Fragen: Wie stehen die Chancen auf weiße Weihnachten? Eine Prognose dafür hält Jung für verfrüht, „aber zumindest die Ausgangswetterlage ist in diesem Jahr deutlich besser als in den Vorjahren. Selten zuvor hatten wir in den vergangenen Jahren so viel Kälte Anfang Dezember um uns herum und teilweise auch in Deutschland.“ Das sei schon erstaunlich. „Der letzte ähnlich winterliche Dezember war der Dezember 2010 und der brachte letztlich fast ganz Deutschland weiße Weihnachten.“

Ob im letzten Moment aber doch noch das berühmt-berüchtigte Weihnachts-Tauwetter um die Ecke kommt? Völlig auszuschließen sei das nicht – es bleibt noch spannend auf der Zielgeraden zum Fest!

So geht es in den kommenden Tagen weiter:

Dienstag: 2 bis 5 Grad, viele Wolken, Dunst und Hochnebel, kaum Sonnenschein

Mittwoch: 1 bis 5 Grad, durchwachsen, immer wieder etwas Schneeregen oder Schnee, meist aber nur ein paar Flocken

Donnerstag: 0 bis 4 Grad, Mix aus vielen Wolken, Hochnebel und meist trocken

Freitag: –1 bis +2 Grad, im Südosten stellenweise Schnee, sonst viele Wolken, einzelne Schneeschauer

Samstag: –3 bis 0 Grad, im Osten und Süden teils kräftiger Schneefall und glatte Straßen, sonst einzelne Schneeschauer

3. Advent: –2 bis +2 Grad, bestes Weihnachtsmarktwetter, Schneeschauer, etwas Sonnenschein und Hochnebel

Montag: –3 bis +2 Grad, kaltes Winterwetter in Deutschland, immer wieder Schneeschauer, etwas Sonnenschein