Ein überfüllter Strand in der Mittelmeer-Metropole Barcelona.  dpa/Joan Mateu Parra

Die meisten Urlauber aus Berlin und Brandenburg dürften nach dem Schulstart bereits wieder daheim sein, in anderen Bundesländern sind die Sommerferien aber noch längst nicht vorbei. Bis zu 32 Grad erwarten wir am Freitag in der heimischen Region, doch wer gerade in Spanien oder Portugal Erholung sucht, wird solche Temperaturen geradezu herbeisehnen. Denn dort flirtet die Temperatursäule gerade heftig mit der 50-Grad-Marke!

Die höchsten Werte werden im Süden und in der Mitte Spaniens sowie Portugal erwartet: Mit bis zu 47 Grad rechnet Diplom-Meteorologe Dominik Jung (wetter.net) dort, lokal seien sogar bis zu 49 Grad nicht mehr ausgeschlossen! „Eine extreme Hitze und diese bleibt mindestens bis einschließlich Montag. Die Hitze ist eine extreme Belastung für den Kreislauf“, warnt der Wetterexperte. „In der Sonne werden wahrscheinlich 55 bis 60 Grad erreicht werden. Da besteht Hitzschlaggefahr!“

Nachttemperaturen nicht unter 30 Grad: Lebensgefahr!

Erst am Mittwoch war in Sizilien ein neuer Europa-Hitzerekord aufgestellt worden: 48,8 Grad. Der muss zwar erst noch offiziell überprüft und anerkannt werden, doch die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Nun könnte dieser Rekord binnen weniger Tage auf der iberischen Halbinsel übertroffen werden. Wetterexperte Jung spricht von „vier sehr schlimmen Tagen“. Dabei sind die Höchstwerte nur die eine Seite der glutheißen Medaille, die andere sind die Nachtwerte: Die sinken im Süden Spaniens und Portugals teilweise nicht unter 30 Grad! An Schlaf ist da kaum zu denken, schlimmer noch: Die Dauerhitze könnte Leben kosten! „Da werden aufgrund der Extremhitze leider Menschen sterben, besonders alte und kranke Menschen.“

Ausläufer der Hitzewelle erreichen uns zwar auch, aber bereits am Sonnabend schaffen es die Werte in Berlin und Brandenburg nicht einmal mehr über die 30-Grad-Marke. Im Norden Brandenburgs erwartet der Deutsche Wetterdienst gerade einmal spätsommerliche 24 Grad. Bis zum Montag dimmt Tief Kurt die Werte an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern auf bis zu 22 Grad herunter. Im Süden Brandenburgs kann sich die warme Luft mit Höchstwerten bis zu 28 Grad noch bis zum Wochenbeginn halten. Zwar ziehen am Sonnabend einige Wolken vorüber, doch es bleibt zunächst trocken. Am Sonntag verdichtet sich die Bewölkung von Norden bis in den Berliner Raum hinein. Nördlich von Berlin kann es leicht regnen.

„Mega-Wettersturz“ in Deutschland: Örtlich maximal 15 Grad

Der Montag startet zwar noch heiter, aber im Tagesverlauf bilden sich Schauer, örtlich sind auch Gewitter möglich, am ehesten im Nordwesten Brandenburgs. Und dann folgt das, was Wetterexperte den „Mega-Wettersturz“ nennt. „Mittwoch kommender Woche sind teilweise nur noch um die 15 Grad in einigen Regionen möglich und das als Tageshöchstwert! In den Hochlagen der Alpen könnte sogar Schnee ein Thema werden.“ Das war's dann also mal mit Hochsommer, oder gleich mit dem Sommer: „Der ist dann vorbei. Das gilt aber auch nur für Mitteleuropa. Ausgerechnet wir sind wieder das Kälteloch von ganz Europa.“ Die große Hitze, die hält sich weiter drumherum auf, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung.

Und es sind nicht nur die Temperaturen, die den Wetterwechsel bestimmen: Es wird auch windig und regnerisch: „Der Herbst kommt nach Deutschland. Der Mini-Augustsommer legt einen Totalabsturz hin!" Allerdings spart sich der Wetterexperte noch ein Fünkchen Hoffnung für Ende August auf: Vielleicht meldet sich der Spätsommer dann doch noch einmal zurück: Einige Wettermodelle deuten das an, das müsse man aber noch abwarten. Die große Mega-Hitze sei dann nicht mehr drin, aber immerhin „angenehme Werte um 25 bis 28 Grad. Warten wir´s ab!“