Suchen wir in diesem Jahr die Ostereier im Schnee? Die aktuelle Vorhersage verrät: Ein April-Winter ist unwahrscheinlich. imago/Danita Delimont

Der Frühling kommt, die Sonne strahlt – und das bedeutet: Es dauert nicht mehr lange bis zum Osterfest! In etwas weniger als einem Monat wird bei uns gefeiert. Und schon jetzt fragen sich angesichts der Wetterkapriolen in der letzten Zeit viele: Wird es über die Ostertage schön oder müssen wir die Eier in diesem Jahr im Schnee suchen? Wetter-Experte Dominik Jung von wetter.net verrät schon jetzt, auf was wir uns einstellen können.

Wetter zum Osterfest: Wird es warm oder kommt der Winter zurück?

Und das ist gar nicht leicht. Denn: Die aktuelle Ensemble-Prognose deckt nur die nächsten zehn bis vierzehn Tage ab, erklärt Jung. „Wir sehen die Luftmassentemperatur der nächsten Wochen in 1500 Metern Höhe: Plus fünf oder plus sechs Grad werden da erreicht.“

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Die Temperaturen sollen deutlich über dem Klimamittel der Jahre 1981 bis 2010 liegen. Es gebe also einen „großen Wärmeberg“, sagt der Meteorologe. Bis zum Monateende und zum Start in den April sei kein plötzlicher Wintereinbruch mehr in Sicht – und auch auf Niederschlag warten wir scheinbar vergebens.

Aktuell haben sich die Hochdruckgebiete Peter und Oliver verbunden, das Wetter hat weite Teile Europas fest im Griff. Aber: Es gebe im Westen ein Höhen-Tief. „Das bringt zum Teil dichte Wolken, vor allem von Nordrhein-Westfalen, teilweise über Hessen bis hin zu Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg kann es dichte Wolken und etwas Regen geben.“ Zehn bis 17 Grad sollen am Sonntag gemessen werden.

Der aktuelle Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung von wetter.net.

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In der Naht zum Montag droht dann leichter Frost . und dann? „Die erste Frühlingswoche wird traumhaft schön werden“, kündigt Jung an.  Bis zu 21 Grad stehen auf dem Plan – es gehe also die ganze Woche über frühlingshaft weiter, sagt der Meteorologe.

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Und was wird mit dem Osterfest? Der Gesamtüberblick über die Temperaturabweichungen, berechnet vom amerikanischen Wettermodell NOAA, zeigt: Im Westen Deutschlands liegen die Temperaturen 0,5 bis 1 Grad über dem Klimamittel, im Osten sogar bis zu 2 Grad. Das bedeutet: Der April soll wärmer werden als der Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. „Bei den Niederschlägen könnte es endlich mal wieder etwas geben“, sagt Jung. Nur im Nordosten könnte es im April zu trocken bleiben.

Wetter an Ostern: Das verrät das europäische Wettermodell

Konkret für die Karwoche vom 11. Bis zum 17. April sieht das europäische Wettermodell normale Werte. „Wir sehen: Von den Temperaturen haben wir eher normale Temperaturen. Im Westen ein halbes Grad über dem Klimamittel, das ist kaum der Rede wert.“ Auch der Niederschlag entpuppt sich demnach als durchschnittlich. „Es wird also relativ ruhiges Wetter in der Karwoche – keine große Wärme, aber auch keine große Kälte.“