Sturm Ignatz ist vorbeigezogen: Jetzt wird es wieder schön - und ungewöhnlich warm. Wie hier in Kreuzberg werden das viele Menschen genießen können. Imago/Jürgen Held

Orkan Ignatz hat sich weitgehend aus Deutschland zurückgezogen. Zwar warnte der Deutsche Wetterdienst im Osten des Landes auch am Freitag noch vor Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h, doch spätestens am Wochenende ist dann alles ausgestanden. Und dann wird es noch einmal richtig spätsommerlich!

Das Wetter in Deutschland wird trockener, windärmer und wärmer

Laut dem Diplom-Meteorologen Dominik Jung wird das Wochenende ruhiger und trockener. Verantwortlich dafür zeichnet das Hoch Quedlinburgia, das auf Tief Ignatz folgt. Und Quedlinburgia ist nur die Vorbotin für einen sich ankündigenden Wärmeberg, der am letzten Oktoberwochenende bei uns eintreffen dürfte! Denn dann wird es noch einmal richtig warm!

Einem frühen Wintereinbruch erteilt Dominik Jung beim Portal wetter.net eine klare Absage. „Bis zum 10. November stehen die Wettermodelle auf mild bis extrem mild“, sagt er. „Halloween bringt am Oberrhein bis zu 22 Grad. Da sind wir fast schon wieder beim Kriterium für einen Sommertag (25 Grad).“ Und auch in anderen Teilen Deutschlands wird die 20 Grad-Marke am kommenden Wochenende geknackt. Ein weiterer Herbststurm nach Ignatz ist zumindest im Oktober nicht in Sicht.

Dominik Jung: Auch der Oktober wird zu trocken sein

Dadurch, dass auch die letzte Oktober-Woche trocken bleiben, werde auch der Monat wieder zu trocken ausfallen, beklagt Dominik Jung. 

Wann Winterfreunde auf ihre Kosten kommen, kann der Wetter-Experte übrigens nicht beantworten. „Ein erster Kälteeinbruch mit Schneedecke bis ganz runter ist weit und breit nicht in Sicht“, so seine Einschätzung. Und: Selbst in den höchsten Lagen der deutschen Mittelgebirge sieht es bis weit in den November hinein nicht danach aus. Dennoch werde es nachts in einigen Teilen Deutschlands immer wieder Bodenfrost und vereinzelt auch Luftfrost geben. Dann ist Scheiben freikratzen am Auto auch wieder ein Thema.

Wenn es kälter wird, steigt auch die Lebensgefahr für Menschen, die auf der Straße leben. KURIER-Autorin Claudia Pietsch hat in ihrer Kolumne geschrieben, warum sie die Nummer des Berliner Kältebusses immer im Handy gespeichert hat. Zum Text geht es hier >>

In Berlin wird der Freitag noch einmal regnerisch und bei maximal 11 Grad auch recht ungemütlich. Am Wochenende kommt dann die Sonne heraus und es bleibt trocken. Warm wird es bei Höchsttemperaturen von 12 Grad aber erstmal noch nicht. Doch der von Dominik Jung angekündigte Wärmeberg schiebt sich auch in Richtung Berlin. Bis zum Donnerstag klettern die Temperaturen wieder auf rund 16 Grad. Bis zum Wochenende kann dann auch hier die 20-Grad-Marke erreicht werden.