Saharastaub reicht heute von Nordafrika bis nach Deutschland! Hier und da kann das den sonnigen Himmel etwas trüben. Uni Athen

Reisen in Coronazeiten bleibt schwierig, da kommt diese Nachricht doch gelegen: Die Sahara kommt zu uns! Und zwar in Gestalt von warmer Wüstenluft, die sich vom westlichen Mittelmeerraum zu uns vorarbeitet. Das Ergebnis: Ein fast perfekter Spätsommertag mit bis zu 25 Grad Wärme, in Westdeutschland sind am Dienstag sogar nochmals fast 30 Grad drin!

Wetterexperte warnt: Überflutungen ab Mittwoch könnten Hochwasser-Gebiete treffen

Noch etwas bringt die Sahara-Luft zu uns: Wüstenstaub. Der kann die Sonne etwas eintrüben, und wenn er abregnet, sich auch auf dem Lack von Autos niedersetzen. Dass er abregnen wird, daran lassen die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) keinen Zweifel. Wetterexperte Dominik Jung (wetter.net) befürchtet lokal Starkregen und möglicherweise sogar Überflutungen: „Davon könnten ganz vereinzelt auch die Flutgebiete betroffen sein.“ 

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Zunächst erreichen wir im Süden Brandenburgs am Dienstag tatsächlich noch einmal Sommertemperaturen, während die Werte im Norden gerade so 21 Grad erreichen. Ab Mittag mehren sich Quellwolken. Im Südwesten Brandenburgs könnten tatsächlich am Dienstag schon wieder Gewitter mit Starkregen abgehen und Windböen auf bis zu 60 km/h aufdrehen. Besonders wahrscheinlich sei das aber nicht, winkt der DWD ab.

Wetter-Durchbruch am Wochenende: Spätsommer kehrt zurück, doch die Nächte werden kühl

Es bleibt also erst einmal trocken bis in die Nacht. Die Werte bleiben zweistellig, und auch der Mittwoch beginnt jedenfalls in der Osthälfte Brandenburgs noch sonnig. Vom Westen her ziehen Wolken auf. Bereits am Vormittag gehen die ersten Schauer und Gewitter ab, die sich am Nachmittag ausweiten. Lokal sei auch mit Starkregen um die 20 Liter pro Quadratmeter zu rechnen, so der DWD. Und wieder können Böen auf bis zu 60 km/h aufdrehen. Bis tief in die Nacht und sogar in den Donnerstag hinein setzen sich Regen, Schauer und teils kräftige Gewitter fort. Am Mittwoch schaffen es die Höchstwerte noch auf bis zu 25 Grad, am Donnerstag werden maximal noch 22 Grad erreicht. Sehr mild bleibt die Nacht zu Donnerstag mit Werten zwischen 15 und 17 Grad.

Lichtblicke bringt der Freitag: Zwar regnet es noch vereinzelt, aber zunehmend schaut die Sonne heraus. Den Durchbruch erwartet Wetterexperte Dominik Jung am Wochenende: Allerdings wird es dann nicht mehr so warm, wie wir es von der ersten Septemberhälfte gewohnt sind. Immerhin macht der Wettertrend noch Hoffnung auf Höchstwerte um die 20 Grad in Berlin und Brandenburg, allerdings bei den Tiefstwerten stehen die Zeichen bereits auf Herbst. Einstellig könnten sie werden: Die 5-Grad-Marke rückt in der kommenden Woche in Reichweite, prognostizieren einige Wettermodelle bereits.

Horror-Meldungen sagten Wintereinbruch im September voraus: Was ist dran?

Das interpretiert Diplom-Meteorologe Jung jedoch als gutes Zeichen: „Der September ist bisher ohnehin deutlich zu warm. Die Temperaturen liegen bisher über 2 Grad höher als das langjährige Klimamittel. Da tut etwas Abkühlung ganz gut.“ Auch etwas Regen könne nicht schaden, denn auch zu trocken sei der September bisher. 

Entwarnung gibt der Wetterexperte nach Horror-Meldungen, die für Ende September einen brutalen Temperatursturz mit Wintereinbruch für Lagen ab 1000 Meter voraussagten. Davon sei inzwischen nichts mehr zu erkennen, so Jung. Vielmehr bestehe die Hoffnung darauf, dass sich das Hoch am Wochenende günstig über Osteuropa positioniert. Mit etwas Glück wäre der Weg frei für den Übergang zu einem traumhaften Altweibersommer. Voraussetzung dafür sei, dass sich das Hoch nicht zu weit ostwärts verlagert, denn dann wäre wieder der Weg frei für Schlechtwetter-Tiefs aus dem Westen.